Goitzschesee
Eurasierspaziergang am 06.06.10, oder: ein Spaziergang mit Hindernissen.
Es sollte ein besonderer Spaziergang werden, denn es war ja: „Tag des Hundes“. Und es wurde ein besonderer Spaziergang ohne Frage, aber nicht im gewollten Sinne.
Dieser Tag stand unter dem Motto: „Der Mensch denkt (plant) und Gott lenkt“. Der liebe Gott lenkte in diesem Falle, unheimlich viele Autofahrer - mit Mann und Maus - zielsicher bei strahlendem Sonnenschein (28°), genau zur Poucher Halbinsel wo wir unseren Spaziergang machen wollten. Wollten all diese Leute mit uns Spazieren gehen? Neieiein!!! Natürlich nicht! Die interessierten sich für den riesigen Trödelmarkt, der an unserem auserwählten Ziel statt fand.
Was nun? Bei all dem Gewühl und Gewusel und dann noch gegen Zahlung von 3,00 € Parkgebühren (der sonst gebührenfreie Parkplatz war hermetisch abgeriegelt) wollten wir unser Vorhaben nicht durchführen. Unser Spaziergang ist uns zwar lieb und teuer aber so wörtlich wollten wir diese Redewendung dann doch nicht nehmen. Außerdem war der Parkplatz zu unserem Restaurant schon gebührenpflichtig. Verhandlungen, ohne Parkgebühr zu unserem Spaziergang eingelassen zu werden, wurden kategorisch abgelehnt.


Am Abend des 05.06.10 habe ich schon von anreisenden Eurasierbesitzern erfahren, dass es dort Schwierigkeiten geben wird und der Parkplatz bereits abgesperrt ist. Es hat mich dann auch etwas Schlaf gekostet, denn 16 Fahrzeuge oder mehr wurden erwartet. Wohin damit?
Mit verbündeten Eurasierbesitzern aus Bitterfeld haben wir dann noch eine Parkmöglichkeit ausfindig machen können, die uns einen Spaziergang an einer entlegenen Stelle am Goitzsche See ermöglichte.


Es war schwieriger als ich dachte, die eintreffenden Eurasierbesitzer auszumachen, zwischen dieser Menge von Fahrzeugen die dort anrollten und mich dann so zu postieren, dass ich mit meinem Hinweisschild gesehen wurde um sie alle umzuleiten zum neuen Treffpunkt.
Es hat uns etwas mehr Zeit gekostet als geplant. Ganz nebenbei habe ich auf meinem 1stündigen „Umleitungsposten“ ein ausgiebiges Sonnenbad bekommen und fast noch einen Strafzettel. Das durfte ich natürlich nicht riskieren und so musste ich meinen Platz samt Schild sofort verlassen.
Prompt habe ich einen Eurasier nicht umleiten können (sie waren etwas spät dran) aber alle anderen waren am neuen Treffpunkt und noch weitere 5 Eurasier mit ihrem menschlichen Rudel waren erschienen. Das nenne ich eine tolle Überraschung. So waren 20 Eurasier mit ihren zweibeinigen Begleitern gekommen.
Auch ich konnte mit einer kleinen Überraschung aufwarten, denn ich hatte mir für diesen besonderen Tag eine Kleinigkeit für unsere lieben Vierbeiner, sowie auch für die Zweibeiner einfallen lassen. Unsere Eurasier bekamen je ein Wwuff – Fleischwürstchen - Snack und eine Tütchen für ihre Hinterlassenschaft. Und für die Zweibeiner hatte ich je ein kleines „Giotto“ zum Naschen dabei.


Nun konnten wir unseren Spaziergang endlich beginnen und den Sonnenschein weiter uneingeschränkt genießen. Die Sonne meinte es an diesem Tag, mehr als gut. So hatte auch niemand etwas dagegen, dass unser Spaziergang aus Zeitgründen nicht so lang ausfallen konnte wie ursprünglich geplant. Wir wollten ja zur vereinbarten Zeit im Restaurant sein.

Ich glaube es gab noch viele außer mir, die die kleine Badenixe beneideten, weil sie sich gemeinsam mit den Eurasiern im Wasser abkühlen konnte. Auch die Hunde freuten sich und genossen die herrliche Abkühlung im Wasser ganz offensichtlich.
Danach war es Zeit umzukehren damit auch wir uns bei einem kühlen Getränk etwas erholen konnten von dieser Gluthitze.
Nachdem wir die kurze Fahrt und den Weg bis zum Restaurant zurück gelegt und unsere Plätze eingenommen hatten, wurde ich das Gefühl nicht los auch im Wasser gewesen zu sein und zwar mit meinen Sachen, nur eine Abkühlung habe ich nicht verspürt.


Den „nicht umgeleiteten Eurasier“ mit seiner Familie haben wir dann im Restaurant getroffen, nachdem sie den Spazierweg alleine gelaufen waren, denn das Lokal wie auch der Zeitpunkt waren ja bekannt. So waren wenigsten zur Mittagsmahlzeit alle versammelt.
Als wir uns gemeinsam gestärkt hatten, traten gegen 14:00 Uhr die meisten die Heimreise an. Es gab aber auch noch vereinzelt den Wunsch nach einer echten Abkühlung im See.

Auf jeden Fall war es doch ein besonderer Tag, denn es war besonders warm, es waren viele Eurasier gekommen und - war da eigentlich noch was Besonderes?
Bericht Charlotte Schütz, Fotos Charlotte Schütz und Andreas Twieg /ZG
