Eurasier - Rassehund - Familienhund

 

 

Forum der Zuchtgemeinschaft für Eurasier e.V.

- Ausgewählte Beiträge der Forumsmitglieder -

Thema: Gewicht/Welpen

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Beitrag Iris Bouldoukian vom Freitag, 11. Februar 2005

Liebe Fories! Wir sind nun schon seit dem 18. Dez. eine glückliche Eurasierfamilie ! Douce ist ein unglaublich süsses kleines ....oder besser gesagt schon recht grosses Hundemädchen. Ich füttere nach Vorschrift-eher etwas knapper...sie bekommt nur dosiert Leckerchen...Welpenfutter und macht regelmässig Spaziergänge ,toben, spielen... Und dennoch -wir waren gestern beim Tierarzt.und sie brachte 15 kg auf die Waage !!!! Nach Lektüre der Welpenfiebel sollte sie aber erst Ende des 4. Monats ca 11 kg wiegen ?! Der Tierarzt fand sie nicht zu dick...aber sind solche Abweichungen noch O.K.? Vom Züchter weiss ich, das die Geschwister auch nicht leicht sind ...die Rüden 16 und 17 kg ! Ich würde mich über Eure Erfahrungen hinsichtlich Gewichts und Grössenentwicklung freuen !

Herzliche Grüsse aus Frankreich Iris Bouldoukian

 

Beitrag Martin Nossek vom Samstag, 12. Februar 2005

Hallo Uns ging es damals mit unserem Chew sehr ähnlich. Auch wir lagen klar über den "Normwerten". Mit nicht ganz 6 Monaten wog Chewy dann 24kg. Ich hatte mir dann da auch Sorgen gemacht ,nachgefragt und wurde dann beruhigt ,das die Liste im "Wissenswertes rund um die Welpenaufzucht"wohl so nicht mehr ganz aktuell sei. Danach jedoch tat sich dann auch nicht mehr viel (heute wiegt er ca 27Kg,also eher am unteren "Limit")sodaß die Sorgen und Befürchtungen wohl unbegründet waren! Trotzdem wäre es interessant zu erfahren ,ob das auch bei anderen Eurasiern so ist ,denn dann müsste man die "Richtwerte" wohl mal überarbeiten!

 

Beitrag Birgit Ahmann vom Sonntag, 13. Februar 2005

Hallo, liebe Iris, die Gewichtsentwicklung junger Eurasier verläuft in der Tat sehr unterschiedlich: Bei manchen Würfen ist eine Beschleunigung der Zunahme bis zum Alter von ca.6 Monaten zu beobachten,welche sich zum Ende der Wachstumsphase dann wieder Richtung Normwert relativiert,andere Junghunde dagegen "dümpeln" vorerst im unteren Normbereich und errreichen ihre prozentual größte Gewichtszunahme erst ab dem 7. Lebensmonat. Die Diagramme der Gewichtsentwicklung von Eurasier-Junghunden -diese sind entstanden aufgrund statistischer Werte - weisen am Ende des 4ten Lebensmonat zwischend dem Minimal-und Maximalwert deutliche Differenzen von sogar mehreren Kilo Körpergewicht auf. Beispiel: Am Ende des vierten Lebensmonat weisen Rüden im Minimalwert 10 kg auf, im Maximalwert dagegen schon 20 kg. An diesem Beispiel läßt sich ein prozentualer Gewichtsunterschied von 100%!!erkennen. Bei den Hündinnen sieht es ähnlich aus: Am Ende des 4ten Monats weisen sie im Minimalbereich ein Gewicht von 8kg auf,im Maximalbereich das Doppelte,nämlich 16kg. Die meisten Eurasier liegen diesbezüglich im jeweils mittleren Wert und dieses muß natürlich diesbezüglich immer in Bezug zur jeweiligen Stockmaßhöhe gesehen werden. Für den Eurasier-Halter bedeutet dieses Wissen eine ständige Beobachtung seines Junghundes. Dieser sollte eine "drahtige" Figur aufweisen,mit nur geringer Fettschicht.Diese erkennt man am besten,in dem man dem Junghund über dessen Rippen fühlt.Sind diese beim leichten "Darüberfühlen" gut zu ertasten,ist die Fettschicht nicht groß. Außerdem sollte beim Junghund, von oben betrachtet,dessen Taille deutlich zu erkennen sein(ist manchmal schwierig zu erkennen bei einem noch relativ "unfertigen" Hund) Es bedarf deshalb der ständigen diesbezüglichen Kontrolle,da es unter dem Aspekt der sich noch entwickelnden Hüftgelenke absolut wichtig ist,Übergewicht zu vermeiden.Durch die Einhaltung des jeweiligen (und individuellen)Idealgewichtes kann einer möglichen Ausprägung von Hüftgelenksdysplasie sehr gut entgegengewirkt werden! Der Tierarzt kann sicherlich am besten Unsicherheiten in der Frage des Idealgewichtes beantworten. Wenn er,wie in Deinem Fall,"Entwarnung" gibt,bedeutet das zuerst einmal: kein nennenswertes Übergewicht. Jedoch solltest Du weiterhin die Gewichtsentwicklung Deiner Hündin sehr genau beobachten,denn im Zweifelsfalle gilt: lieber ein Leckerchen weniger,als mehr! Liebe Grüße an die 5 Geschwister von "le petit fi-loup" -ich bin gespannt auf deren weitere (auch gewichtsmäßige) Entwicklung. Birgit

 

Beitrag Susanne Franz vom Dienstag, 15. Februar 2005

Liebe Iris, wir haben mit unserem Monty auch nicht immer die statistisch vorgegebene Gewichtskurve eingehalten und lagen mal im Mittel oder öfters mal mit wenigen Kilos drüber. Auch unser Tierarzt sah darin kein Problem, ich noch weniger. Nun wiegt Monty mit einem Jahr 25 kg. Ich denke, er wird mit zunehmendem Alter noch etwas zulegen. Stockmaß liegt derzeit bei 56 cm. Ich würde mir bei Douce jetzt keine große Sorgen machen. Sie liegt doch nur wenig über den vorgegebenen Werten. Solche „statistischen Vorgaben“ können schon verunsichern. Nur ein bisserl drüber oder drunter sollte nicht zur Beunruhigung beitragen. Gelegentlich wirkte Monty wie eine dicke Fellkugel neben einer gleichaltrigen Eurasier-Freundin. Es hat sich mittlerweile ausgeglichen. Was mir aber etwas seltsam vorkommt, sind diese Abweichungen von locker 100 % in der Gewichtsentwicklung. @ Birgit: In unserer Hundeschule wurde uns erzählt, dass es sehr wichtig sei, um einer Entwicklung zur HD zu vermeiden, darauf zu achten, dass ein Hund sich „großhungert“. Das ist ein fürchterlicher Ausdruck. Wer will seinen Hund schon hungern lassen? Gemeint wurde damit, dass dem Welpen nicht zu proteinreiches Futter verabreicht werden sollte. Mit zu viel Protein erreiche ich sehr schnelle Gewichtszunahme. Das Endgewicht ist genetisch vorgegeben. Der Weg dahin sollte doch eigentlich langsam und fettarmer verlaufen, um das sich in der Entwicklung befindende „Knochengerüst“ zu schonen. Nachdem wir bei unserem Monty beobachteten, dass er beim Spiel mit anderen Hunden sehr oft Ruhepausen einlegte, schnell außer Puste kam, stellten wir das Futter in Frage. Bis dahin bekam er Royal-Canin-Welpenfutter. Irgendwann sagte ein Eurasierzüchter (anderer Verein) zu uns, dass Monty die Fettleibigkeit und Lahmar...igkeit anstrebe und wir die Futtersorte in Frage stellen sollten. Sein Hund erschien mir zwar etwas zu schlank. Er hatte so einen Hungerblick und war recht mager. Weiß nicht, was die füttern, habe nicht nachgefragt. Aber ein Stachel war mir gesetzt worden. Dazu kam ich mit einem Schlittenhundefreak ins Gespräch. Er fuhr mit seinen elf Huskies internationale Rennen und fütterte Royal-Canin, wegen seines hohen Proteinanteiles, nur vor den Rennen. Ansonsten, also ohne große Anforderungen, wären diese Hunde mit diesem Futter„überdopt“. Gesagt, überdacht, getan. Wir haben das Futter umgestellt und ganz fix einen neuen Hund erlebt. Aus einer gemütlichen, lahmen Fellkugel wurde ein superschneller, agiler, schlanker Hund. Nicht dürr. Die Gewichtskurve pendelte sich auf das „statistische Maß“ ein. Obwohl dieser Hund nur selten seine „statistische Gewichtskurve“ überschritt, zeigte er plötzlich mehr Lebhaftigkeit und Lebensfreude. Ja, er jagt endlich wie ein normaler Hund Mäuse, Katzen und Enten. Zuvor glaubten wir ihn dicken, passiven Buddha adoptiert zu haben. Die Frage an diese Stelle sollte nicht sein, wie passe ich solche enorm abweichende Gewichtsentwicklungen einer Statistik an, sondern wie füttere ich meinen Hund sinnvoll, um auf gesundem Wege ein vorgegebenes Endgewicht zu erreichen und dazu einen so ganz, nebenher stinknormalen, gesunden Hund zu haben. Grüße Susanne Franz

 

Beitrag Birgit Ahmann vom Dienstag, 15. Februar 2005

Hallo, liebe Susanne, die von mir bemühte Statistik wurde im Auftrag des Eurasiervereins Weinheim(EKW) im Jahr 1993 von SV-Büro Przadka erhoben. Sie bezieht sich ausschließlich auf die im Untersuchungszeitraum gemessenen Körpergewichte von Eurasiern im Alter von 1Monat bis 8Monaten(Quelle: Ratgeber für Eurasierfreunde,HRSG:EKW). Diese Statistik sagt NICHTS aus über die Häufigkeit der gemessenen Gewichte, sondern beschreibt ausschließlich deren Vorkommen.So die Lesart dieser Statistik. Ebenso macht sie KEINE Aussagen(setzt diese also nicht in Bezug) zur jeweiligen Höhe (Stockmaß)des Hundes - eine für mich mögliche Erklärung der auffälligen Diskrepanz im Minimal-und Maximalwert. Die Studie wurde veröffentlicht mit dem Ziel, dem Eurasierhalter die grenzwertige Gewichtsentwicklung zu vermitteln. Viele kynologische Medien benennen eng gefasste Gewichtsangaben und verursachen hierdurch Unsicherheiten beim Halter. Durch weiter gefasste Gewichtsangaben sollen in diesem Fall natürlich keine Ernährungs-oder Bewegungsfehler kaschiert werden, sondern es soll der Blick auf die Individualität der jweiligen Gewichtsentwicklung gelenkt werden - und dies natürlich unter Beachtung der von mir im vorherigen Posting beschriebenen Prüfkriterien. Keinesfalls legitimisiert diese Studie ein Streben nach Minimal-oder Maximalwerten. Sehr Recht gebe ich Dir in Deiner Beschreibung der Zusammenhänge zwischen der Bewegungsunlust/Konditionsschwäche und der jeweiligen Ernährung. Ein kritischer Blick auf die Inhaltsstoffe des Futters ist immer wichtig,denn auch für Hunde gilt,was wir für uns Menschen schon lange wissen: DER MENSCH (HUND)IST,WAS ER ISST! Viele Grüße Birgit

 

Beitrag Gisela Aach vom Dienstag, 15. Februar 2005

Liebe Iris, leider muss ich Frau Franz Recht geben, Ihre kleine Douce ist vielleicht doch ein wenig zu schwer. Bitte bedenken Sie, dass die Knochen und Gelenke des kleinen Hundes nicht vollständig „verknöchert“ sind –das dauert bis ca. zum 12.Monat- , sondern noch einen hohen Knorpelanteil aufweisen. So kann ein zu hohes Gewicht das Skelett jetzt schädigen, „verbiegen“. Zugegeben, ein gesundes Gelenk kann alles aushalten, aber jede Hunderasse hat einen gewissen Anteil an HD-Genen (Hüftgelenksdysplasie), so dass ein junger Hund durchaus Merkmalsträger für diese Erkrankung sein kann, ohne dass man es ihm anmerkt. Eine solche Anlage würde natürlich durch falsche Ernährung und zu hohes Gewicht verstärkt. Die Erfahrung zeigt, dass auch viele Tierärzte das etwas „zu locker“ sehen. Allerdings muss ich auch sagen, ich kann mich gut in Ihre Lage versetzen: 1. Meine „kleine“ Abea (Stockmaß 54 cm) hat seit der Muttermilch mit ihrem Gewicht zu kämpfen. Mit 8 Wochen wog sie mehr als 6 kg und so ging es weiter, bis ich sehr früh (3 Monate) die Notbremse ziehen musste und das Futter umstellte. Zum Welpenfutter kam schon Juniorfutter dazu und als Leckerli gab es „Normalfutter“ oder Knäckebrotstücke. Die Waage wird bis zum heutigen Tag alle 8-14 Tage gefragt und nach dem Wiegeergebnis wird die Fütterung eingestellt. Etwas aufwändig, aber nötig, zumal unser Rüde ein mäkeliger Fresser ist und das Mädel ab und zu „klaut“. Sie ist kein Leichtgewicht, aber mit 24 – 25 kg gut in Form. 2. Die angesprochene Gewichts-Statistik in dem ZG-Heft „Wissenswertes zur Welpenaufzucht" habe ich „verbrochen“. Bewusst ist selbst der obere Wert an den eher unteren Rand der Gewichtskurve gerückt, denn heutzutage verhungert kein Hund mehr. Die Tendenz geht eher zu übergewichtigen Tieren, deren Gesundheit leiden kann. Wenn nun meine Gewichtstabelle eine solche Diskussion wie hier im Forum auslöst, erfüllt sie genau ihren Zweck: Sie regt den verantwortungsbewussten Eurasierhalter zur Gewichtskontrolle und zur kritischen Betrachtung seiner Fütterungsweise an. Bei vernünftig gefütterten erwachsenen Eurasiern liegen bei uns die Werte in etwa bei 19 kg für die leichte Hündin und 30 kg für den großen Rüden. ZG-Tiere erreichen jedoch in der Regel nicht die Standard-Höchstgröße von z.B. 60 cm für den Rüden. Wenn Sie nun über das Fressverhalten Ihrer kleinen Hündin nachdenken, denken Sie auch an die Belohnungs-Leckerlis und befragen Sie die ganze Familie. Alles was der Hund frisst, auch Pansenstangen und „Zahnreinigungskekse“ müssen mit eingerechnet werden – sie sind nicht kalorienfrei. Auch ein „mager“ gefütterter Hund erreicht sein genetisch vorgesehenes Endgewicht, nur halt etwas langsamer, aber vielleicht gesünder. Wenn Sie noch spezielle Fragen haben, Sie kennen meine Mailadresse. (Übrigens das auf der HP derzeit empfohlene Buch zur Fütterung von Meyer/Zentek ist sicher eines der besten und umfangreichsten Bücher in diesem Bereich. Es gibt dazu noch ein ebenso empfehlenswertes „Sparmodell“ (auch gut zu verstehen) für den Einsteiger in das Problemfeld Fütterung. Es ist von denselben Verfassern und kostet knapp unter 10€. ) Viele Grüße g.ac

 

Beitrag Iris Bouldoukian vom Dienstag, 15. Februar 2005

Hallo Miteinander ! Erst einmal vielen Dank für die informativen Antworten. Seit gut 10 Tagen bin ich schon dabei , das Futter umzustellen. Ich entschied mich für das Welpenfutter von Techni-Cal (canadische Firma) mit guten Inhaltstoffen , ohne künstliche Konservierungsmittel und mit niedrigererem Proteingehalt als Royal Canin (29% zu 32%) . Finden Sie 29 % noch zu hoch oder ist der Gehalt o. k. ? Die Züchterin füttert Douces Mutter dieses Futter (Adult) und ist sehr zufrieden. Leckerchen bekommt Douce nur sehr wenig. Auch habe ich hierbei auf einen geringen Proteingehalt geachtet (11%)....und sie sind winzig :-) Ich füttere 3x täglich -ca 100 g Welpenfutter. Sonst gibt es noch rohe ,rote Paprika , Möhren , Apfel und ab und zu ein ganz bischen Hüttenkäse oder Joghurt -ohne Zucker, Sonntags 1 Eigelb. Douce bewegt sich im Wald mit viel Elan . Sie spielt täglich mit Hunden und ist voller Energie. Nach den Spaziergängen macht sie im Garten noch "das wilde rennen" und ist dabei unglaublich schnell und wendig . Wir haben sie heute gemessen-und sind auf ein Stockmass von knapp 47 cm gekommen! Die Rippen sind noch fühlbar ...aber es könnte halt etwas weniger sein -meine ich. Sie hat aber auch zur Zeit einen unglaublichen Appetit ! Kann das etwas mit dem Zahnwechsel zu tun haben ? Sie hat schon alle Fangzähne, einen Backenzahn und alle kleinen vorderen Zähne gewechslt. Nun...ich werde das Gewicht von unserer kleinen Mlle im Auge behalten ....und am Wochenende gehts ins Sauerland ,in den Schnee!!!! Da wird sie sich das eine oder andere Gramm abtrainieren :-))) Bon Soir und herzliche Grüsse Iris

 

Beitrag Gisela Aach vom Dienstag, 15. Februar 2005

Hallo, noch ein schneller Tipp: Popcorn ohne Zucker und Reisbrot haben kaum Kalorien, geben aber das Gefühl "satt" zu machen. Wer das nicht mag, hat auch nicht richtig Hunger! Viel Spaß im Schnee g.ac

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