Eurasier - Rassehund - Familienhund

 

 

Forum der Zuchtgemeinschaft für Eurasier e.V.

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Thema: Eurasier und Katzen

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Beitrag vom Mittwoch, September 15, 2004 

Hallo Diana, herzlich willkommen. Wir haben bis dato noch keinen Hund, ich träume schon ganz lange von einem Hund im Haus und fast genauso lange ist der Eurasier mein Traumhund. Wenn alles wunschgemäß läuft, so wird es in der ersten Jahreshälfte 2005 so weit sein. Das Schöne an der ZG-HP ist u. a. für mich, daß wir so Kontakt zu Birgit Ahmann gefunden haben, die ganz in der Nähe wohnt und sehr nett und geduldig alle Fragen beantwortet hat, die wir so auf dem Herzen hatten. Wir haben sie und ihre Hunde besucht, was die positive Vorstellung der Eurasier im allgemeinen ganz eindeutig verstärkt hat. 

Was mich interessiert: hattet Ihr zuerst Katze oder Hund? Wir haben zwei EKH. Die beiden sind 10 Jahre alt, während die Kätzin eine Freigängerin ist, herrscht der Kater innen. Zwar werde ich immer wieder beruhigt, wenn ein kleiner Eurasier dazu käme, würde das problemlos klappen, dennoch habe ich Bedenken, da der Kater doch ein wenig eigen ist. Wenn bei Euch der "Familienzuwachs" in der Reihenfolge Katze-Hund war, wie ist es gelaufen? 

Viele Grüße Thomas 

 

Beitrag vom Mittwoch, September 15, 2004 

Hallo Thomas, wir haben seit Ende März des Jahres einen Eurasier. In unserem Haushalt lebt eine 6-jährige Norwegische-Waldkatzen-Mix-Tigerin und ein 5-jähriger roter Main-Coone-Perser-Mix-Kater. Beide kastriert und recht eigenwillig (sie haben das Haus in zwei Reviere aufgeteilt und umkämpfen diese auch öfters) und nur im Haus und auf dem Balkon lebend, leider. Aber der Straßenverkehr vorm Haus verbietet den Freilauf. 

Als wir mit Monty nach Hause kamen, zeigten sich beide Katzen erst mal sehr beleidigt und verzogen sich sicherheitshalber auf den Schränken. Sie kamen zum Fressen und dem Toilettengang nur herunter, wenn sie Monty weit weg wähnten. Das war sicherlich hart für die beiden. Nach einigen Tagen entspannte sich die Lage und die beiden Katzen wurden neugierig, wollten den Neuling näher kennen lernen. Nun sprechen Hund und Katz ja eine recht gegenteilige Sprache. Monty´s Spielaufforderung empfanden sie als Drohhaltung und flüchteten zunächst fauchend. Monty fand diese Toberei toll und sah in den Katzen lustige Spielkameraden. Gerade, wo der Kater ihm doch sooo ähnlich sah. Das ganze Spiel ging über einige Tage so. Ich verbat Monty stets mit energischem NEIN diese Jägerei. Also, ich stellte mich zunächst auf Seiten der Katzen. 

Nun sind Katzen ja nicht dumm. Irgendwann merkten sie wohl doch, dass der kleine Welpe keine wirkliche Gefahr bedeutete und sie durch ihre Geschwindigkeit und Sprungkraft deutlichen Vorteil hatten. Wenn Monty schlief, schlichen sie sich dann heran und schnüffelten ihn ab. 

Unser verstorbener Hund hatte ebenfalls einen guten Draht zu den Katzen, wobei in seinem Fall er zuerst da war. Bei dieser Geschichte lief das ganze nur anders herum. Der Hund musste die Katzenbabys akzeptieren und tat dies deutlich schneller, wie im umgekehrten Fall. Gut, auch er kam als Welpe anfangs in einen Katzenhaushalt. Beide Katzen verstarben irgendwann und die neuen Katzen kamen dazu. Vielleicht konnte er auch durch seine Katzenerfahrung die neuen Katzen schneller akzeptieren. Wobei er stets einen Unterschied zwischen den freilaufenden und "seinen" Katzen machte. Im Freien hätte er jede Katze am liebsten gefressen, im Haus waren seine Katzen Freunde. 

Dieser Hund hatte daraufhin bald ein sehr inniges Verhältnis zu der Tigerdame und beide schleckten sich oft gegenseitig ab und schliefen sogar aneinandergekuschelt. Der Kater pflegte stets eine vornehme Distanz zu ihm. Es gab aber nie Schwierigkeiten. Man konnte die ganze Bande getrost alleine lassen. 

Im Fall von Monty sieht es nun so aus, dass die Tigerkatze mittlerweile zum gleichen innigen Verhältnis zum Hund gefunden hat, wie sein Vorgänger es auch erleben durfte. Diese Katze darf sogar aus Montys Napf fressen. Spricht ja sehr für die Qualität des Hundefutters. Nur, wie sieht das der Hund ? Er lässt der Katze beim Fressen den Vortritt. Ist das einfach nur Loyalität oder sieht er sich untergeordnet ? Main-Coone-Mix-Kater und Hund pflegen so eine Art Waffenstillstand. Sie gehen aneinander vorbei und ignorieren sich. Dabei kann es aber auch durchaus passieren, dass sie nebeneinander auf dem Balkon dösen, ohne sich zu beachten. 

Ich habe mir in letzter Zeit oft Gedanken darüber gemacht, wie Monty die Privilegien, die unsere Katzen sich nun mal so herausnehmen, empfinden muss. Zum Beispiel springen die Katzen gerne ins Bett und verlangen ihre Streicheleinheiten. Monty darf das natürlich nicht und zeigt sich auch gleich sehr eifersüchtig. Das heißt, er legt die Vorderpfoten auf den Bettrand und miept herzerweichend. Ich versuche dann zwar allen Tieren gleich viel Streicheleinheiten zukommen zu lassen, aber Monty hat natürlich einen Nachteil. 

Die Katzen füttere ich nur noch auf der Arbeitsplatte in der Küche, damit der Hund nicht schneller ist. Dafür bekommt er zeitgleich einen Teelöffel Katzenfutter auf ein Tellerchen. Also, mittlerweile stelle ich mich mehr auf die Seite des Hundes, damit er sich nicht von den Katzen untergebuttert fühlt, die mittlerweile zu ihrer alten Selbstsicherheit und Frechheit zurückgefunden haben. 

Aber im großen und ganzen kann ich nur sagen, Hund und Katzen im Haus geht gut. Auch Monty und Katzen kann man mittlerweile gut alleine lassen. Es arrangiert sich halt. Aber in den ersten Wochen sollte man halt immer alle Beteiligten im Auge behalten. 

Freundliche Grüße 

Susanne Franz 

 

Posting Diana: Beitrag vom Mittwoch, September 15, 2004 

Hallo Thomas, also bei uns gab es beide Seiten. Egal wer schon da war oder dazu kam gab es Regeln für beide Seiten die eingehalten werden mussten. Mit Katzen spielen ok, jagen nein. Hunde necken ja, richtig ärgern nein. 

Sehr Wichtig ist aus meiner Sicht auch, dass jedes Tier die Möglichkeit hat sich so zurückzuziehen, dass es von niemand anderem gestört werden kann. 

Unsere Wohnung ist z.B. sehr offen gebaut, die Katzen können über den Kratzbaum und einen Balken auf die offene Treppe in den zweiten Stock. Von unten hab ich die Treppe immer wenn jemand dazu kam mit einem Brett gesperrt. Die Katzen hatten so die Möglichkeit ohne anfänglich gejagt zu werden die Toilette und das Futter im zweiten Stock zu nutzen und sich erst mal alles von oben anzuschauen. Die Hunde konnten die Katzen riechen und sehen aber nicht ständig nerven. Die Neugier ist am Anfang groß! 

Wenn schon ein älterer Hund da ist und eine Katze dazu kommt, muss sie hier die Möglichkeit haben erst mal alles kennenzulernen ohne dass der Hund sie ständig bedrängt und in die Ecke treibt. 

Sind schon Katzen da und ein Hund kommt dazu ist das auch nicht einfacher. Die Katzen müssen sich auch hier zurückziehen können um sich an die neue Situation zu gewöhnen. Wie die Katze reagiert kann ganz unterschiedlich aussehen. Als Anoop als Welpe dazu kam ist Valerie wie am Anfang auf die Treppe geflüchtet und hat erst alles beobachtet bis sie sich von alleine langsam angenähert hat. Die Katzen von meinem Bruder waren auch ganz unterschiedlich als sein Welpe dazu kam. Der Kater hat sich alles gleich angeschaut und die Kätzin hat sich entschieden den Welpen anzugreifen.

Wichtig ist auch, dass jeder seinen Futterplatz für sich hat. Meine Hunde fressen ca. 2 Meter von einander entfernt, die Katzen wissen genau bei welchem Hund sie an die Schüssel können und bei welchem nicht. Sind die leeren Schüsseln weg (weil meine Hündin Futter verteidigt, auch leere Schüsseln), dann dürfen die Katzen bei den Hunden an den Wassernapf. Das haben die ganz alleine untereinander ausgemacht und schnell verstanden. Das Futter der Katzen gebe ich ihnen jetzt auf dem Baum, in einer Höhe wo die Hunde nicht hin können. Anoop würde es sich sonst ständig holen und ich hätte keine Kontrolle wer hier was oder überhaupt frisst. 

Als Anoop als Welpe dazu kam gab es weitere Probleme, der junge Hund jagd natürlich die Katzen gern und muss lernen das nicht zu tun was sehr schnell ging. Er daf wie gesagt nicht einfach an ihr Futter kommen und muss lernen zu akzeptieren, dass auch die Katzen Ruhe wollen. Noch dazu hätte er ständig das Katzenklo leer gefressen (super Nachtisch!) wenn wir das nicht verhindert hätten. 

Ich denke der kleine Welpe wird weniger Probleme damit haben wie ihr denkt, es macht in den aller seltensten Fällen Probleme junge Hunde an schon vorhandene Katzen zu gewöhnen, sie werden ja damit groß. Bei einem älteren Hund wäre ich vorsichtiger und würde erst mal genau schauen wie er reagiert. 

Junge Katzen gewöhnen sich auch sehr schnell an bereits vorhandene Hunde im Haushalt, hier sollte man eben seinen Hund kennen und anfangs Acht geben. Kommt eine ältere Katze dazu sollte man vorher wissen wie sie auf Hunde reagiert oder es eben auch sehr gut beobachten. Wie aber Eure schon ältere Katzen reagieren werden ist nicht abzusehen wenn man sie nicht kennt. Kennen sie Hunde? Haben sie Angst? Hattet Ihr schon Besuch mit Hund, wie haben sie da reagiert? Wenn wir Besuch von fremden Hunden haben zieht Valerie sich zurück, wäre sie ein Freigänger könnte es sogar passieren, dass sie geht und erst wieder kommt wenn der fremde Hund weg ist. Dr. Watson dagegen schaut sich alles von der Küchentheke aus an, in der Hoffnung der Hund darf da nicht hoch :-)Wie gesagt greift die Kätzin meines Bruders fremde Hunde an und mit ihr ist da gar nicht zu spaßen.

 Ihr solltet anfangs einfach Acht geben, dass die Katzen nicht zu sehr von dem Welpen gestört werden, auch beobachten wie sie sich verhalten, verändern. Fangen sie auf einmal an in die Wohnung zu pinkeln ist das sicher eine Reaktion auf die Veränderung. Beobachtet auch die Freigängerkatze, kommt sie jetzt immer weniger oft oder gar nicht mehr? Für den Fall würde ich dafür sorgen, dass sie die Möglichkeit nutzt sich daran zu gewöhnen, das kann sie nicht wenn sie nicht mehr Heim kommt, dann drückt sie sich davor und kommt vielleicht nie wieder! Wenn die Katzen ein Leckerchen auf dem Baum bekommen könnt ihr dem Hund in sicherer Entfernung auch was geben und die Entfernung langsam verringern bis sich die Katzen nicht mehr durch ihn gestört fühlen. 

Ansonsten würde ich mich gar nicht großartig einmischen, die Tiere sind so helle, dass sie das Meiste ganz schnell selbst regeln. Um Grenzen zu erkennen schadet es auch gar nicht´s wenn die Katze dem Hund mal eine knallt (wenn es nicht zu bösartig passiert) oder wenn der Hund mal knurrt weil sie nicht an seinen Knochen soll. Bei aller Beobachtung darf man hier auch nicht zu Vorsichtig sein, die Tiere lernen weniger wenn sofort jede Situation von uns Menschen entschäft wird, sie werden ihren eigenen Weg finden. 

Jetzt hoff ich das hilft Dir etwas weiter, wie gesagt denk ich es hängt stark mit vom Verhalten Deiner Katzen ab was passieren wird um den Welpen oder die Sicherheit Deiner Katzen brauchst Du Dir sicher keine Sorgen zu machen. 

Vielleicht hälst Du uns da auf dem Laufenden oder beantwortest noch meine Fragen bezüglich Deiner Katzen. 

Liebe Grüße Diana Irion Mitglied im DRC/VDH mit Asca (Mix/H), Anoop (NSDT/R), Valerie (BKH/two in one) und Dr. Watson (BKH/Katerbaby) 

 

Beitrag vom Donnerstag, September 16, 2004 

Hallo, wir wollten immer eine Katze und einen Hund haben und planten das in unserem Falle sehr genau. Wir haben vor knapp 3 Wochen ein kleines Kätzchen (12 Wochen alt) aus dem Tierheim befreit, damit sie sich schon mal an die Wohnung und uns gewöhnen kann. Wie das geklappt hat, kann man auch auf unserer Homepage nachlesen. In zwei Tagen kommt ja dann die kleine Ambra Luna dazu. Ich denke, die Katze (inzwischen Freigängerin) hat sich inzwischen so gut eingelebt, daß wir unsere volle Aufmerksamkeit auf den Hund legen können (natürlich ohne die Mieze zu vernachlässigen). 

Die Futterstellen haben wir strikt getrennt. Bounty der Kater frißt im Hauswirtschaftsraum, der extra eine Katzenklappe erhalten hat, damit Ambra Luna nicht hinein kann. Vor allem auch, weil dort das Katzenklo steht. So, jetzt ganz ruhig bleiben. Nein, ich möchte auch nicht dort essen wo ich gerade mein Häufchen gemacht habe. Aber das ist etwas anders. Erstens macht der Kater sein Häufchen erst nach dem Fressen, zweitens wird es immer schnellstens gesäubert und drittens ist der Raum über 4m lang, so daß ein gebührender Abstand eingehalten werden kann. 

Ich bin gespannt wie die Beiden sich vertragen. Aber vom Hörensagen glaube ich herausgehört zu haben, daß zwischen Eurasiern und Stubentigern keine Probleme zu erwarten sind. 

Ansonsten wer Lust hat: Viel Spaß auf der Homepage. Und Gästebucheinträge werden selbstverständlich erwidert. 

Liebe Grüße, Andreas Bricks 

 

Beitrag vom Freitag, September 17, 2004 

Hallo Susanne, Diana und Andreas, 

danke für Eure Beiträge. Auf jeden Fall wird für mich deutlich, daß es für alle Beteiligten möglich ist, sich zu arrangieren. 

Für unseren Kater wird es mit Sicherheit recht hart werden. Es ist so, daß es für ihn schon vor fünf Jahren schwierig war, damals wurde unsere Tochter geboren, bis dahin haben wir ihn, bedingt dadurch, dass die Kätzin nur draußen ist (auch im Winter - zwar hält sie tagsüber schon einmal Schläfchen von sechs sieben Stunden, aber dann auch im Keller, wo es sicher und ruhig ist) schon ganz schön verhätschelt. Dann kam später noch ein Junge dazu, der wirklich erst lernen mußte, mit Katzen/Tieren ruhig umzugehen. Zu guter Letzt haben wir vergangenes Jahr radikal um- und ausgebaut, die untere Etage, in der der Kater lebt, wurde völlig verändert und leider fiel diesen Arbeiten auch sein geliebter Kratzbaum zum Opfer, bis dahin trohnte er dort immer unter der Decke. Zwar hat er einen neuen Platz, an dem er auch von den Kindern immer in Ruhe gelassen wird, aber dieser befindet sich fast ebenerdig in einem Bücherregal, selbst oder gerade für einen kleinen Welpen wird dieses Nest einfach erreichbar und dabei wahrscheinlich höchst interessant sein. 

Da meine Frau im Laufe der Zeit eine recht starke Katzenallergie entwickelt hat (gerade die Haare unseres Katers lassen den Allergologen sehr nervös werden), ist die obere Etage mit den Schlafräumen für ihn tabu - er kommt zwar morgens, wenn ich zu lange schlafe, um mir zuzuschnurren, daß Frühstückszeit ist, aber sonst hält er sich an dieses Agreement. Aber wir werden ihm diese Etage nie als Fluchtmöglichkeit wie in Dianas Fall anbieten (können). 

Bis heute hatten wir 2x ganz bewußt Hundebesuch, jedesmal erstarrte unser Kater in einer sehr beeindruckenden Drohhaltung, die auch über Stunden keiner entspannteren Körperhaltung wich. Es gibt leider auch Bekannte (einschließlich meiner Schwiegermutter), die ein wenig Angst vor ihm haben. Er ist ungewöhnlich groß, leider etwas übergewichtig, und wenn er merkt, daß jemand Respekt hat, dann beißt und zwickt er schon 'mal in die Waden. Daß er auf einem Bauernhof geboren worden ist und dort sogar als Baby von einem Berner Sennenhund adoptiert und im Maul spazieren getragen worden ist, hat er leider verdrängt. 

Ganz übel finde ich den Gedanken, daß ein Welpe die Hinterlassenschaften im Katzenklo interessant finden könnte. Vielleicht sind Eurasier da anders als andere? Das Katzenklo befindet sich im Vorratsraum, dort ist auch, drei Meter entfernt, die Futterstelle. Würden wir die Tür immer geschlossen halten und eine Katzenklappe einbauen - wäre der Welpe mit 8 Wochen schon zu gross dafür? Hier bin ich gespannt auf die Erfahrungen von Andreas. Dir drücke ich die Daumen, daß mit den beiden Kleinen alles hinhaut. In dem zarten Alter müßten die doch bald ganz dicke Freunde sein. 

Viele Grüße, Thomas 

 

Beitrag vom Freitag, September 17, 2004 

Hallo Thomas! Also uns gefiel es auch gar nicht, dass Anoop die Hinterlassenschaften regelrecht als Nachtisch betrachtete :-) Zum Glück nur als Welpe/Junghund, er hat auch sehr schnell gelernt, dass er da nicht hin darf, anfangs hatten wie gesagt die Treppe in den zweiten Stock mit einem Brett gesperrt, das Klo unten stand unter dem Treppenaufgang, da haben wir einfach so was davor gestellt, dass man es zum einen nicht sieht und der schon etwas größere Hund nicht mehr so schnell hinkommt. Unsere Hündin hat das Klo nie interessiert, sie war von Anfang an nie dran. Ich hab zwar keinen Eurasier, behaupte aber mal, dass es immer auf den Hund ankommt was er tut, der Hund meines Bruders ist ein Pointer, auch er musste umräumen als der Welpe da war. Die Toiletten von den Katzen befinden sich nun im Bad, er hat hier eine Klappe eingebaut. Jetzt haben die Katzen im Bad ihre Ruhe und der Pointer passte nicht durch die Klappe, konnte also das Klo nicht mehr, na ja, nennen wir es mal säubern :-) Auch unser Anoop hätte als Welpe durch keine Katzenklappe gepasst, da Du aber schreibst Deine Katze wäre so groß weiß ich natürlich nicht wie groß die Klappe sein müsste. 

Ich weiß nicht genau ob es stimmt, vielleicht haben wir hier ja einige Experten die genauer darüber Bescheid wissen? Man sagt nämlich auch, dass oft Hunde aus schlechten Verhältnissen Kot jeglicher Art fressen um Mangelerscheinungen auszugleichen. Was allerdings genau dahinter stecken soll weiß ich wirklich nicht richtig. 

Was ich schon mal gut finde ist, dass Dein Kater nicht gleich davon rennt wenn Ihr Besuch von Hunden habt, das würde alles schwieriger machen, solange er bleibt, auch wenn er anfangs angespannt ist, hat er die Möglichkeit sich alles anzuschauen und zu lernen, dass nicht´s passiert. Haut er immer ab und kommt wieder wenn er denkt der Hund ist weg wäre es sehr enttäuschend für ihn das Wollknäul immer noch anzutreffen. 

Du kannst den Kater in der Anfangszeit mit Bachblüten unterstützen, es ist immer eine gute Möglichkeit bei Veränderungen oder Stress positiv einzuwirken. 

Liebe Grüße 

Diana Irion Mitglied im DRC/VDH mit Asca (Mix/H), Anoop (NSDT/R), Valerie (BKH/two in one) und Dr. Watson (BKH/Katerbaby) 

 

Beitrag vom Freitag, September 17, 2004 

Zum Thema Stress bei den Katzen kann ich auch noch etwas beitragen. Habe neulich von einem Arbeitskollegen den Tipp bekommen. Es gibt da einen Zerstäuber, der in die Steckdose gesteckt wird und entsprechende Pheromone verströmt, die bei der Katze augenblicklich ein Wohlgefühl auslösen. Bei den Katzen des Kollegen hat es gewirkt. Im Internet habe ich ein wenig gegooglet und bin auf ein Forum gestoßen, wo das auch bestätigt wurde. Das Mittel heißt Feliway und ist über den Tierarzt zu beziehen. Kostet ca 25 EUR und die Nachfüllflasche ca. 15 EUR. Ich habe beides über Ebay gekauft. Bei einem Dr. Sander für 33,75 EUR incl. Versand. Über Erfahrungen kann ich aber noch nicht berichten, da die Ware noch nicht bei mir eingetroffen ist. Soll jeztz aber nur als Info dienen. Ich kenne den Dr. nicht und bin an keinen Umsätzen beteiligt 

Liebe Grüße Andreas Bricks 

 

Beitrag vom Samstag, September 18, 2004 

Hallo Zusammen, 

das wird ja das reinste Katzenforum! Aber wenn´s hilft, dass es zwischen Hund und Katz besser läuft hier noch ein Tipp: 

Außer dem Bestäuber, der im Übrigen sehr gut sein soll sofern er in "normalen" Räumen eingesetzt wird die nicht so groß sind bzw. nicht in sehr offen gebauten Wohnungen weil es sich da so verteilt, dass man zuviele bräuchte, kann man noch auf Säckchen mit Katzenminze zurückgreifen. 

Wenn die Katze damit spielt hat das etwas berauschendes für sie, die Säckchen sollten aber nur zeitweise zum Spielen gegeben und dann wieder weggenommen werden weil die Katze sich sonst so daran gewöhnt, dass es keinen Nutzen mehr hat. 

Liebe Grüße 

Diana Irion Mitglied im DRC/VDH mit Asca (Mix/H), Anoop (NSDT/R), Valerie (BKH/two in one) und Dr. Watson (BKH/Katerbaby) 

 

Beitrag vom Sonntag, September 19, 2004 

Hallo liebe Forumsaktivisten, noch 'mal danke für die Tipps. Wenn es soweit ist, werden die Bachblüten und der Zerstäuber auf jeden Fall zum Einsatz kommen, denke ich. Ob Kotfressende Hunde Mangelerscheinungen ausgleichen wollen, würde mich auch interessieren - das könnte man ja leicht beeinflussen. Daß das Erstarren unseres Katers positiv gedeutet werden kann, ist schon erfreulich! Einstweilen warte ich gespannt auf die ersten Berichte von Andreas. 

Liebe Grüße Thomas 

 

Beitrag vom Dienstag, September 21, 2004 

Hallo Thomas, 

euer Kater oder sollte ich besser sagen "Garfield" hat sich ja nun schon mit einigen Veränderungen in seinem Leben abfinden müssen. Gerade wohnliche Umstellungen fallen Katzen sehr schwer. Manche verkraften das gar nicht und werden richtig krank. Wenn euer Kater auf sein "Höhenlager" und dem Kratzbaum in seiner ehemaligen Wohnetage verzichtet hat und sich nun mit dem niedrigen Bücherregal zufrieden gibt, halte ich das für ein gutes Zeichen und es zeigt doch, dass er recht anpassungsfähig. 

Vielleicht könntet ihr die Möglichkeit ins Auge fassen, dem Kater einen Kratzbaum bzw. Klettermöglichkeiten in seiner derzeitigen Wohnetage anzubieten. Somit hätte er in der Anfangszeit zuzüglich noch die Möglichkeit in die Höhe(Schränke etc.) zu entweichen, um dort eine Rückzugsmöglichkeit zu finden und wäre trotzdem immer dabei. 

Anfangs wird eine Katzenklappe zum Vorratsraum nicht ganz ausreichen. Monty hatte beim Einzug das gleiche Gewicht und die Statur wie unser dicker Kater. Da heißt es einfach nur gut aufpassen (für sehr kurze Zeit), falls ihr diese Möglichkeit umsetzen wollt. Wir haben damals sogar sämtliche Lücken an den Zäunen und Toren im Garten mit Brettern vernagelt. 

Welpen verlassen ja zwangsläufig oft das Haus, um ihr Hundeklo aufzusuchen, bzw. ein Spaziergängchen zu machen. Diese Zeit nutzten unsere Katzen dann zum Toilettengang und zum Aufsuchen ihres hochverlegten Fressplatzes. Wohlgemerkt, bei uns hielt der Zustand, dass Monty den Katzen hinterher jagte, nur kurze Zeit an. Wir haben eben sehr aufgepasst und es dem Hund immer wieder gleich verboten. Recht bald entspannte sich alles. Mittlerweile lässt er die Katzen in jeder Beziehung in Ruhe. Sie gehen ungestört aufs Katzenklo, welches offen herumsteht. Den Wassernapftausch, so wie Diana es beschreibt, haben wir auch. Hund schlappert nur noch aus der großen Katzenschüssel auf der Fensterbank und die Katzen können plötzlich den am Boden stehenden Hundenapf austrinken. Monty zeigt sich, wie schon gesagt, punkto Hundefutter großzügig und einladend. 

Zum Thema Kotfressen. Unser Eurasierwelpe hat anfangs ca. dreimal das Katzenklo ausgeräumt und den Inhalt weitflächig im Haus verteilt, aber nichts gefressen. Es mag Neugier oder auch der gute Geruch für ihn gewesen sein. Katzenfresschen ist eine Delikatesse für den Hund. Ich könnte mir vorstellen, dass auch verdautes Katzenfresschen noch delikat anmüffelt. Ich habe mal gegoogelt und diese Berichte gefunden:

 http://www.hundeinfos.de/html/hundehaltung/Fressen_von_Exkrementen.php

 http://www.tierarztpraxis-rogalla-rummel.de/wiss_krank_koprophagie.html 

http://mitglied.lycos.de/Tierinformation/hundekotfressen.html 

Meist wird das Fressen von Schafsmist/Pferdeäpfel als kostengünstige Vitaminbombe angesehen und belächelt. Wenn das Hundefutter ausgewogen ist, sind solche Zusatzversorgungen eigentlich nicht nötig, eher bedenklich. Viele Nutztiere werden heute mit Antibiotika oder sonstigen Medikamenten behandelt. Dies nimmt der Hund durch Kotfressen, neben möglicher Krankheitserreger, mit auf. 

Wenn der Hund ausreichend ernährt wird, gesund ist und genug Beschäftigung hat, wird er nicht regelmäßig aufs Katzenklo zurückgreifen müssen. Er macht es als Welpe/Junghund nur aus Neugier und lässt sehr schnell davon ab. Das ist unsere Erfahrung. 

Möglicherweise wird beim Einzug eines Welpens euer Kater zunächst Drohverhalten zeigen. Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass er, sobald der Welpe neugierig auf ihn zustürmt den Rückzug antritt, sofern er die Möglichkeiten hat. Euren Kater machen wohl eher die vorsichtigen, ängstlichen Annäherungsversuche stark. 

Es könnte aber auch passieren, dass Katerle mutig standhält und dem Hund eine flitzt. Der Hund hat dickes Fell und ist geschwind im Ausweichen. Außer einer Schramme, sofern die Krallen wirklich durchdringen, wird nichts passieren und der Hund lernt gleich, diesem Kater-Kerl besser nicht zu stürmisch zu begegnen. Unser Welpe hatte jedenfalls keine Angst gezeigt, sondern war gleich der sorglose "Draufgänger" und wollte unseren Macho-Kater dabei nur zum Spielen überreden. Da war nur Goodwill, nix Böses. Dieses Verhalten hat schon ausgereicht und dem Kater den Wind aus den Segeln genommen. Danach verlegte man sich besser auf vorsichtige Annäherung von Seiten des Katers. Manchmal hockte dieser luftlöcherboxend vor dem Hund und derselbige grinste irgendwie, zeigte sich urplötzlich uninteressiert, war wohl auch beeindruckt und legte sich hin. Der Kater zog dann ab. Ab und an brummelt der Kater den Hund auch jetzt noch im Vorbeigehen an. Sie haben Respekt voreinander. Der Hund beachtet ihn einfach nicht mehr. Die sensiblere und scheuere Katze schnüffelt und leckt den Hund oft ab und dieser duldet es einfach. Er mag sie. 

Viele Grüße 

Susanne Franz 

 

Posting Andreas Bricks: Beitrag vom Mittwoch, September 22, 2004 

Hallo liebes Katzenforum, 

nun, da wir unsere Ambra Luna inzwischen den vierten Tag bei uns haben, kann ich auch über die Katzenerfahrung reden. Zuerst waren wir übervorsichtig, daß die Kleine ja keine Schramme abbekommt. Inzwischen haben sich beide aneinander gewöhnt. Sie gehen dicht nebeneinander her und versuchen auch zu spielen. Luna ist dabei noch etwas tapsig und unvorsichtig. Sie legt sich dann hin und springt auf den Kater zu. Das behagt ihm natürlich nicht so sehr und er baut sich auf und haut, aber ohne zu treffen bzw. nur mit "Samtpfoten". Luna quikt dabei nicht, also kann es nicht so schlimm sein. Manchal wird es etwas stürmisch, so daß wir sie dann auseinandernehmen. Vielleicht zu vorsichtig, aber mir ist das lieber so. Ich möchte keine Verletzungen, auch keine Schramme. Auch wenn es sich wohl nicht immer vermeiden läßt, aber wenn möglich, tue ich das. Jedenfalls bin ich sehr zuversichtlich, daß bald beide auf einem Platz schlafen, an einem Seil zerren sie bereits gemeinsam. Bilder dazu gibt es nächste Woche auf unserer Homepage.

Andreas Bricks

 

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