| Eurasier - Rassehund - Familienhund |

... zugegeben, es gibt sicherlich Menschen, die auch diesen Unsinn glauben und unbedingt einen derartigen Eurasier haben möchten ... aber sie sind eher selten(?) Weshalb glaubt man dann aber unbesehen und ungeprüft, dass in bestimmten Powerpoint-Dateien Viren lauern, Bonsai-Kätzchen in Milchflaschen aufgezogen werden oder gar Bill Gates für eine E-Mail-Weiterleitung Geld bezahlen möchte?
Die Antwort ist einfach: Diese Mitteilungen, Bilder, E-Mails sind gut gemacht, drücken auf die Tränendrüse oder appellieren an das Mitgefühl leichtgläubiger Menschen.
Was ist ein Hoax
Das Wort "Hoax" [houks] stammt aus dem Englischen und bedeutet dort Täuschung, Schwindel oder auch Schabernack. In der Welt des Internet bezeichnet man damit gefälschte Warnungen vor nicht existenten Bedrohungen durch Viren oder Wurm-verseuchte E-Mails, um den Adressaten zu veranlassen, diese "Information" an möglichst viele E-Mail-Adressen nach dem Muster der "Kettenbriefe" weiterzuleiten. Inzwischen wird die Bezeichnung als Sammelbegriff für verschiedenste Arten von Falschmeldungen im Web gebraucht, die im günstigsten Fall lustig, im ungünstigeren lästig oder gar rufschädigend und im schlimmsten Fall gefährlich sind.
Der Schaden entsteht also oftmals nicht unmittelbar durch den "Entwickler" des Hoax und auch nicht durch den Hoax selbst. Der "Schuldige" ist vielmehr derjenige, der diese E-Mails unbedacht weiterleitet und damit zur Verunsicherung, Desinformation der Internetgemeinde und zum Überfluten, Blockieren von Internet-Servern beiträgt.
Woran erkennt man einen Hoax?
Ein gutgemachter Hoax
geht unter die Haut und schaltet das rationale Denken aus (das Weiterleiten des Kettenbriefs über den herzkranken - nicht existenten - Brian soll ihm Geld für die Behandlung bringen),
verspricht dem Empfänger einen Vorteil (Erstattung von Studiengebühren),
wurde bereits häufig weitergeleitet (siehe E-Mail Adressenfeld) und
bekannte Organisationen (Petitionen gegen neue EU-Richtlinien),
Konzerne (Microsoft) werden im Text genannt.
... und wenn es ein "sehr gutgemachter" Hoax ist und man sich unsicher fühlt, sollte man zumindest vor dem Weiterleiten eine bekannte Suchmaschine konsultieren oder besser noch die beiden folgenden Websites befragen:
Was macht man mit einem Hoax?
Zunächst einmal darf die angebliche "Warn-Meldung" nicht wie darin gefordert weitergeleitet werden. Jede Person, die dies tut, tritt erneut eine riesige E-Mail-Flut los, die wiederum die Mail-Server von Firmen sowie Internetdienstleistern belastet und den normalen Datenverkehr insgesamt verlangsamt.
Die eindeutig bessere Lösung ist also, die E-Mail zu löschen und den Absender darauf hinzuweisen, dass es sich dabei um eine Falschmeldung oder um einen Kettenbrief handelt; verbunden mit einem Hinweis auf die o.g. WebAdressen kann sich der Absender dann selbst ein Bild davon machen, was er mit seiner unbedachten Weiterleitung angerichtet hat.
Möchten Sie einem bedauernswerten Nigerianer helfen, 5 Millionen US-Dollar nach Europa zu transferieren, eine Amnesty International Petition in Spanisch unterschreiben, ohne den Text auch nur ansatzweise zu verstehen oder durch Mouse-Clicks Unsummen an Geld verdienen, dann gehen Sie auf Hoax-Tour ... "und Sie werden geholfen"!