
© Ingrid Riesenkampff, Juli 2010
Hallo, alle zusammen,
ich habe gehört, dass es in Eurasierkreisen noch kein wildes Zwerghuhn als Haustier gibt.
Seit über 2 Jahren lebe ich frei im Riesenkampff´schen Garten.
Mein ehemaliges Zuhause habe ich fluchtartig verlassen. Immer nur im Hühnerhagen eingesperrt zu sein, das ist doch kein Leben für ein freiheitsliebendes, charakterstarkes Huhn, oder?!
Dann habe ich mich entschieden im Garten gegenüber einzuziehen. Meine neue „Schar“ hat mich den ganzen harten Winter mit genügend Futter versorgt. Die komischen und wirklich gefährlichen Vierbeiner lassen mich in Ruhe und sorgen dafür, dass ich zum nächtlichen Aufbaumen komme und mich die Katzen nicht behelligen.
Heaven vom Lachsbach und Anuschka vun Norderdiek, so heißen sie, haben mir nicht eine Feder gekrümmt, weil die großen Zweibeiner, die nicht fliegen können, immer mit ihnen geschimpft haben, sollten sie mich einmal gejagt haben.
Das war ein schlimmer Winter, kann ich euch sagen. Ich habe oft gefroren, bin aber nicht vom Baum gefallen. Die flugunfähigen Zweibeiner haben extra für mich den Teich an einer Stelle eisfrei gehalten, damit ich nicht verdurste.
Im Mai habe ich mir dann eine versteckte Stelle zum Eierlegen und Ausbrüten gesucht. Leider sind meine 7 Eier verloren gegangen. Da strengt man sich 30 Tage an, um für Nachwuchs zu sorgen und dann das! Na ja, dann hat mir mein flugunfähiger Hahn eine Kiste auf eine Stange gesetzt.
Die hat mir aber nicht gefallen. Ich lege nun meine Eier auf die Loggia in eine andere Kiste. Dort habe ich mehr Schutz vor Raubvögeln und Katzen. Das Ausbrüten habe ich aufgegeben und schenke meine Eier Heaven und Anuschka.
An meiner Futterschale ist jeden Tag viel Flugbetrieb. Nur die blöden Tauben verjage ich, die kleinen Spatzen dürfen mit fressen, man ist ja kein Unhuhn.
Ein herzliches Ga Ga
Hühnchen
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