| Eurasier - Rassehund - Familienhund |
Leserbrief Ulla Robering vom 30.11.2003
Thema: Verein - nein danke - oder wie alles doch ganz anders kam
40 Jahre kam ich - aus Überzeugung - hervorragend ohne Vereinzugehörigkeit aus. Man kennt sie ja, diese "Vereine". Lustiges Beisammensein, Querelen, viel Ärger und Arbeit. Nein Danke, war meine tiefe Überzeugung und im Bewusstsein auf der schlaueren Seite des Lebens zu stehen, zudem viel Geld gespart zu haben, kam es anders als gedacht.
Wir hatten einen Eurasier Arthus, der zwar reingezogen war, aber keinem Verein angehörte. Nun, dieses kleine Wunder der Natur war ein Hund, wie man sich ihn besser nicht vorstellen konnte. Nie hat er eine Leine gebraucht, überall ist er mit uns hingegangen (wirklich überall), begleitete uns auch ohne Leine auf wunderschönen Waldausritten und war natürlich der schönste aller Eurasier. Bis zu dem Tag als wir ihn aus gesundheitlichen Gründen zu Hause einschläfern lassen mussten. Auf seinem Lieblingsplatz im Garten haben wir ihn begraben, aber nie vergessen.
Gerade in unseren Armen eingeschläfert, gab uns die Tierärztin den Rat, sofort wieder einen Hund anzuschaffen. Freunde rieten uns dazu, keinen Hund mehr anzuschaffen, weil man viel unabhängiger, flexibler ist und zudem weniger Arbeit hat. Bei uns blieb die Frage, was sollten wir mit der Unabhängigkeit, der Flexibilität, der freien Zeit und dem Weniger an Arbeit denn anfangen?
Schnell war für uns klar: Für uns musste wieder ein Hund ins Haus und am besten ein Eurasier. Aus einem Buch über diese Rasse hatten wir von den drei Vereinen, die Eurasier züchten, noch die Adressen und Telefonnummern. Nach etlichen Telefonaten hatten wir den Eindruck, dass es neben den Hunden anscheinend auch Unterschiede in den Vereinen gibt, aber das sollte uns egal sein, wir wollten ja nur einen Hund. Die Welpenvermittlung der ZG fragte nach eingehendem Gespräch auch nach, ob wir denn nicht auch einen älteren Hund übernehmen wollten. Zuerst zögerlich, dann aber in der Überzeugung, wir haben für einen Welpen zu wenig Zeit, sagten wir zu. So kam als 1-jähriger Rüde Gordon zu uns.
Und damit begannen die ersten telefonischen Kontakte zu Vereinsmitgliedern, insbesondere zur Züchterin von Gordon. Auch folgte recht schnell eine Einladung auf einen Eurasierspaziergang in Wesel, wo wir freundlichst begrüßt wurden und uns sehr wohl fühlten.
Tja, und um diese Zeit muss sich unmerklich etwas verändert haben. Wir lernten sehr nette Leute kennen, konnten uns mit allen Fragen, und waren und sind sie noch so dumm, an Aktive wenden, die bereitwillig zuhörten und Rat gaben. Wir erfuhren viel über den Sinn und Zweck der kontrollierten Zucht, schätzten zunehmend den Service, den der Verein zur Verfügung stellte, und plötzlich waren wir Mitglied. Natürlich immer noch in kritischer Distanz, man schmeißt grundlegende Überzeugungen ja nicht einfach so über den Haufen, aber zunehmend auch fasziniert von den Hunden und Menschen im Verein.
Nun, einige Jahre später, haben wir unseren zweiten Eurasier Catla, eine Hündin, und seit ein paar Tagen sogar von ihr sieben Welpen. Im Verein sind wir auch aktiv geworden und genießen die angebotenen Veranstaltungen, die Kontakte, die wir darüber haben, die Informationen und einfach das Zusammensein mit klasse Hunden und Menschen.
Durch die Welpen kam ich dazu, dies zu schreiben, da ich durch die Welpeninteressenten mitbekommen habe, dass diese sich über Internet, Bücher und Telefonate für die Hunde interessieren. Kein Käufer muss Mitglied sein oder werden und das ist auch gut so, weil dies mit ein Argument für mich damals war, meine Meinung über Vereine zu überdenken und es einfach mal auszuprobieren.
Werbung machen möchte ich aber auch für diesen Verein, die Zuchtgemeinschaft für Eurasier, und die Menschen im Verein. Es lohnt sich Mitglied zu sein und unterstützt zudem den Weiterbestand dieser wundervollen Rasse. Sie bekommen immer Unterstützung bei Fragen über die Hunde (und manchmal sogar mehr), es gibt Rat bei allen Fragen und zudem Treffen bei denen man sich austauschen kann.
Nicht nur die Hunde schließen hier Freundschaft ..............
Antwort: Anne Hock-Heckelmann vom 09.01.2004
E-mail: ahh@hhdesign.de
Hallo Frau Robering,
Ihr Artikel (super geschrieben!!!) spricht mir aus zwei Gründen aus dem Herzen: erstens Ihre bisherige Einstellung zu Vereinen und zweitens Ihre Erfahrungen hinsichtlich dieses ganz besonderen Vereins, der ZG. Genau diesen Eindruck habe auch ich. Aufmerksam geworden durch die offensichtlich sehr viel ansprechendere und informativere Website der ZG, habe ich nach 2 Jahren Vorbereitungszeit tatsächlich Kontakt zur Welpenvermittlung und auch weitergehend geknüpft. Auch mit Frau Aach habe ich bereits Probleme besprochen und Ihren kompetenten Rat eingeholt. Eine der Züchterinnen, Frau Strehle, hat mein Herz ganz besonders erobert, so nett und ehrlich und offen sind unsere bisherigen Telefonate verlaufen. Mir scheint nach all dem, dass dieser Verein alle anderen an sozialer- und fachlicher Kompetenz, Servicedenken und auch was zwischenmenschliche Umgangsformen betrifft (also keine "Vereinsmeier" sondern sympathische und bemühte Menschen) deutlich übertrifft - d.h. ich fühle mich gut aufgehoben, weil ich hier auf ernsthaftes und glaubwürdiges Bemühen gestoßen bin! Auch wenn ich noch nicht weiß, wie mein Eurasierwelpen-Wunsch sich weiter entwickeln wird, freue ich mich sehr über all diese sehr erfreulichen Erfahrungen.
Herzlichen Gruß
Anne Hock-H.
| spontaner Kommentar: | oder doch lieber eine email: | ![]() |
Zuchtgemeinschaft für Eurasier e.V.