Eurasier - Rassehund - Familienhund

       

 

22. Juli 2006

Spaziergang rund um den "Kaiser Wilhelm Thurm"

(Schwarzmiss - Kaltenbronn)

(C. Gall, S. Schwenk-Hanisch, A. Müller/ ZG)

Höhenluft, Turmgespräche und Ofenschlupfer

Das hat man nicht alle Tage: 

Einen Eurasierspaziergang in luftiger Höhe des Nordschwarzwaldes. Schon der Ausgangspunkt – Parkplatz Schwarzmiss, auf der Passhöhe zwischen Hilpertsau im Murgtal und Wildbad im Enztal – liegt in der beeindruckenden Höhe von 933 m.

Hier begrüßte uns Familie Gall, die das Ganze auch organisiert hatte. Menschen und Hunde lernten sich schnell kennen oder man kannte sich schon. Die Wanderung führte zunächst über sanfte Steigungen – man war ja schon oben – über einen kleinen Rundweg zum Gipfel mit dem mächtigen Hohlohturm („Kaiser Wilhelm Thurm“, erbaut 1897).

Dem aufmerksamen Beobachter war nicht entgangen, welche Fülle an seltenen Pflanzen und Gräsern hier anzutreffen sind. Ein paar Baumruinen zeugen noch von dem einst prächtigen Hochwald, den die großen Stürme der letzten Jahre zunichte gemacht haben. Tröstlich war nur die herrliche Aussicht weit ins Land, die wir hier genießen konnten.

Wer noch mehr sehen wollte, musste unbedingt die zahllosen Treppen des Aussichtsturmes erklimmen. Hier reicht der Blick bei gutem Wetter über die Rheinebene hinweg bis nach Frankreich und weit in den Schwarzwald hinein. Heute war es etwas trübe, so dass der Rhein als blitzender Streifen gerade noch erkennbar war. Noch deutlicher erkennbar waren allerdings die sich nahenden Gewitterfronten, die nun wirklich ernst machten und uns mit ihren Blitzen und Regenschauern rasch in das innere des Turmes zurücktrieben. Ein Turm als Versammlungsort ist nicht gerade erste Wahl, aber es ging ganz gut: Sitz- und Stehplätze waren zwar ungünstig angeordnet, aber in ausreichender Anzahl vorhanden. Die Einreihigkeit der Stuhlordnung einer Wendeltreppe setzte allerdings ein gewisses Maß an Flexibilität voraus: Zuwachs von oben, kein Problem - von unten: Alle nach oben aufrücken! Auch ein Forum im Turm funktioniert ausgezeichnet. Zufällig anwesende fremde Wanderer wissen jetzt alles über Eurasier. Sicher werden sie uns wohlwollend weiterempfehlen. 

Weiter ging es zu dem nahen Hochmoor und dem geheimnisvollen Hohenloher See, der nur über einen schmalen, heute nach dem Gewitterregen nun etwas glitschigen, Schwellensteg zu erreichen war. Naturschutzgebiet! Hunde sind hier an der Leine zu halten, denn Schlammbaden und Enten fangen wird hier nicht so gerne gesehen.

Im Bogen ging es zurück zum Ausgangspunkt und dann in Kolonnenfahrt zum nächsten Zielpunkt in Richtung Enztal, zum Gasthaus „Hirsch“ in Sprollenhaus. Den Ort kennen Sie nicht? Sollten Sie aber, denn hier residiert unsere Schatzmeisterin, die ggf. auf Ihr Konto los geht oder Ihre Vereinsspenden mit einem besonders strahlendem Lächeln entgegen nimmt. Sprollenhaus gehört zwar zu Wildbad, aber die Einwohner hier sehen das eher umgekehrt… Zum Hirsch, ja, was soll man dazu sagen? Ein sehr schönes, freundliches Haus. Die Speisekarte voller Köstlichkeiten, teils regionalen Ursprungs, macht die Entscheidung nicht so leicht. Aber, anders als im alltäglichen Leben, kann man hier wohl kaum eine falsche Entscheidung treffen. Kirschtorte und Schinken nach Schwarzwälder Art, das kennt man schon, aber was sind nun „Ofenschlupfer“? Etwas ganz feines! Mehr wird nicht verraten, finden Sie es selbst heraus: Der nächste Hohloh- Spaziergang kommt bestimmt.

Ich freue mich darauf. 

Alfred Müller

     

zurück zu Impressionen

Aktuelle Bilder und/oder Berichte bitte an: info@eurasier-online.de

www.eurasier-online.de