Eurasier - Rassehund - Familienhund

       

 

Bestiarium und Hintergrundinformationen zu

Viren

Makroviren

Würmer

Trojans

Hoaxes

  
Schutzmaßnahmen
  
Aktuelle Virenmeldungen

 

 

Viren

Viren sind destruktive Programme, die Schäden an Daten, Programmen und Arbeitsabläufen verursachen können. Sie bestehen aus ganz gewöhnlichen Anweisungen und können prinzipiell in jeder Programmiersprache verfasst sein. Die Besonderheit besteht darin, dass der Virencode nicht in einem selbständigen Programm steht, sondern parasitär in andere Programme eingebaut wird. Sobald diese Programme starten, wird auch der Virencode abgearbeitet, der dann für weitere Infektionen und/oder Schadwirkungen sorgt. Das Ausmaß von Schäden durch Computerviren reicht von einfachen Bildschirmanimationen bis zur Zerstörung aller Programme und Daten auf Disketten und Festplatten.

 

Makro-Viren

Die aktuellen Office-Pakete (MS-Word, Excel etc.) erlauben es, sogenannte Makros in Dokumente und Dokumentvorlagen einzubauen; dies sind kleine Helfer-Programme, die dazu dienen, Arbeitsabläufe zu vereinfachen. Leider können diese Makros auch zu Trägern von Viren werden. Typischerweise nisten sich diese außer in den bearbeiteten Dokumenten auch in der Standardvorlage ein (NORMAL.DOT). Beispiele für Schadensfunktionen im Repertoire von Makroviren sind Modifikationen im eingegebenem Text oder das Verschlüsseln der Dokumente mit einem unbekannten Passwort.

 

Würmer (engl. "worms")

Virenähnliche Programme, die sich nicht darauf verlassen, dass ein Mensch infizierte Dateien oder Disketten von einem Rechner zum anderen trägt, und die statt dessen aktiv die Netzwerkverbindungen eines infizierten Rechners nutzen, um weitere Rechner zu befallen. Neuere Beispiele sind Programme wie happy99, Melissa der ExploreZip-Wurm, oder der Lovebug-Virus, die sich selbst als Email-Anhang (Attachment) an Leute im Adressbuch der betroffenen Benutzer weiterversenden. Durch die vielfach verschickten Mails können betroffene Mail-Server bis zum Quasi-Stillstand überlastet werden.

Entscheidendes Merkmal dieser Email-Würmer ist, dass die "virulente" Mail-Nachricht nicht nur aus einfachem Text besteht, der nur passiv gelesen wird, sondern dass sie einen Anhang mit sogenannten aktiven Inhalten enthält. 

Bis vor kurzem galt, dass der Computer-Nutzer besagten Anhang aktivieren musste (Doppelklick), damit bestimmte Email-Würmer aktiv werden und sich verbreiten können. Diese "Sicherheit" ist inzwischen auch nicht mehr gegeben, da neueste Würmer (bspw. der W32.Blaster.Worm, besser bekannt unter der Kurzbezeichnung Lovesan) auch diese "Unterstützung" nicht mehr benötigen. Hier helfen nur noch nachstehend beschriebene Schutzmaßnahmen, insbesondere ein aktuelles Virenprogramm und/oder eine Firewall sowie eine drastische Reduzierung der persönlichen Neugierde bei allem was im Internet so kreucht und fleucht.

 

Trojans - Trojanische Pferde

Als Trojaner bezeichnet man Programme, die vorgeben, eine bestimmte Funktion zu haben, nach ihrem Start aber ihr wahres Gesicht zeigen und irgendeine andere Funktion, meist schädliche Aktivität, ausführen. Trojanische Pferde können sich nicht selber vermehren, was sie von Viren und Würmern unterscheidet. Die meisten Trojaner haben einen interessanten Namen (STARTME.EXE), der den Anwender zum Starten des Trojaners verleiten soll. Unmittelbar nach der Ausführung werden diese dann aktiv und greifen auf den Computer zu. Eine spezielle Art eines Trojaners ist ein Dropper, der Viren "dropped", d.h. in das Computersystem einpflanzt.

 

Hoax - Falschmeldung - "elektronische Enten"

Immer häufiger tauchen im Internet falsche Virus-Warnungen, sog. "Virus Hoaxes" auf. Hierbei handelt es sich nicht um Viren, sondern lediglich um Warnmeldungen, welche die angebliche Existenz eines Virus vortäuschen. Hoaxes verursachen im Gegensatz zu echten Computer-Viren keinen unmittelbaren Schaden. Hingegen versucht der Versender eines Hoax den Empfänger zu veranlassen, die angebliche Warnung an möglichst viele Adressaten weiterzuleiten und/oder wichtige Systemdateien manuell zu löschen. Der Schaden entsteht also mittelbar und durch den Bediener des Computers.

Die angebliche "Warn-Meldung", der Hoax,  muss sofort gelöscht und darf nicht weiter geleitet werden, da sonst das E-Mail-System überlastet und blockiert würde. Dies ist genau die Schadensfunktion, die der anonyme Urheber der Meldung bezweckt.

Weitere Informationen finden Sie >>> HIER

 

Schutzmaßnahmen

Die häufigste Ursache für ein „nicht ordnungsgemäßes Funktionieren" des Computers sind allgemeine Benutzerfehler, mangelnde Virenvorsorge (die installierte Virensoftware wird nicht wöchentlich aktualisiert bzw. eine automatische Aktualisierung  - "Live-Update" -  wurde nicht erworben) sowie falsche Reaktionen des Nutzers beim Eingang von Viren, Hoaxes und Würmern.

Folgende vorbeugenden Maßnahmen werden empfohlen:

Augen auf im E-Mail-Verkehr

Eingehende E-Mail ist das größte Einfalltor für Computer-Viren. Bei sicherheitsbewusstem Verhalten lassen sich hierbei schon die meisten Computer-Viren herausfiltern.

Verhalten bei Downloads aus dem Internet

Daten und Programme, die aus dem Internet abgerufen werden, stellen einen wichtigen Verbreitungsweg für Computer-Viren und Trojanische Pferde dar, um Benutzerdaten auszuspähen, weiterzuleiten, zu verändern oder zu löschen.

Aktuelle Virenmeldung

   

Hoaxbusters.de - Wir haben keine Angst vor Gespenstern

Weitere Informationen und Hilfen bei: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Symantec
Network Associates (McAfee)
Universität Hamburg
Humboldt Universität Berlin

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