| Eurasier - Rassehund - Familienhund |
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Ein Wunder der Natur – Hundegeburt in der Varbrooker Heide –
Oder Fragen die nicht geklärt werden konnten von Ulla Robering |
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Catla, auch Schnulle genannt, hat 7 kleinen Hundewelpen das Leben geschenkt. Als völlige Neulinge bei Hundegeburten, bei Pferden kennen wir uns in diesem Metier schon aus, gab es etliche Überraschungen. Schon während der Trächtigkeit glaubten viele wir hätten Catla einfach nur dick gefüttert; sie nahm knapp 5 Kilo zu, da sie von oben betrachtet genauso quer wie längs aussah. Auch die von dem besorgten Frauchen festgestellten frühzeitigen Wehen wollte keiner so recht glauben, da es das bei Hunden nicht gibt (sagen zumindest Fachkundige und einschlägige Fachliteratur).
Zum Ende der Trächtigkeit war dann zwar theoretisch alles Wissen bei den Frauchens draufgeschaufelt, aber sie hatten auch vieles andere noch zu tun, so dass die Geburt am 59. Tag, oh Wunder, völlig überraschend kam. Gut, die Wurfkiste war aufgebaut, die Welpenmilch für alle Fälle gekauft und auch sonst befand sich schon allerlei Zubehör im Haus. Nur die Zeitplanung sah ganz etwas anderes vor: Es war kein Urlaub genommen, nicht eingekauft, in diesem Fall mal für die Menschen, aber immerhin waren inklusive Gordon, unserem Rüden, alle gerade von der Arbeit und vom Hundespaziergang nach Hause gekommen. Es bestand zufällig sogar eine Telefonverbindung mit der Hauptzuchtleitung, die beruhigend und beschwichtigend auf uns einredete es würde bestimmt noch 1-2 Tage dauern. Dann legte Catla los. In nur 11/2 Stunden gebar sie recht unproblematisch 7 Welpen. Gut, dass Eurasierhündinnen fit fürs Leben sind weiß man, aber wie sieht es denn mit den Menschen aus?
Zwei Frauchen, von denen zumindest das eine extrem wackelige Knie hatte, bewaffnet mit sterilen Einmalhandschuhen, versuchten sich in der Geburtshilfe. Dazu Gordon, der die lauten ersten Schreie bei der ersten Wehe und der Austreibung alles andere als vielversprechend empfand. Das Frauchen mit den wackeligen Knien, normalerweise als westfälische Urgestein nicht aus der Ruhe zu bringen, rannte nun mit Aufträgen versehen hektisch durch die Wohnung, um Notwendiges ranzuschaffen.
Völlig unklar auch, warum nun gerade dieses Frauchen, das im normalen Leben eher ungern telefoniert, weltweit jeden Welpen bei mindestens 6-8 Menschen telefonisch mitteilen musste. Aber nach dem 7ten und letzten kam auch sie wieder zur Ruhe und begann nachzudenken. Warum nur muss man mit sterilen Handschuhen telefonieren oder die Taschenlampe holen und Geburtsgewichte aufschreiben? Nicht klären konnte sie auch warum, wie in alten Filmen immer wieder gesehen, auf jeden Fall heißes Wasser da sein muss.
Aber all diese Fragen vergingen wie im Fluge, da auch versäumt worden war, die Schlafgelegenheit im Wohnzimmer vor der Wurfkiste aufzubauen, so dass eine 1,40 m Luftmatratze aufgeblasen werden musste (wer das schon einmal ohne Pumpe gemacht hat, weiß wie sehr das einen Raucher schlaucht).
Gut dass Catla und zumindest ein Frauchen die Nerven behalten haben, so konnten wir zugegeben mit Tränen in den Augen, das Wunder einer Hundegeburt bestaunen und uns an den kleinen Schnüllchen freuen.
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