| Eurasier - Rassehund - Familienhund |
Aktuelle Würfe in der ZG
ZG - Welpenvermittlung: Frau Christa Stuhr, Waldkamp 5, 21039 Börnsen
Tel: 040 - 7201607 *** Fax: 040 - 72977373 *** info@eurasier-online.de
B-WURF VOM SILBERSAAL (18. April 2004)
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... unser Frühjahrswurf
5 Rüden und 1 Hündin (5 males / 1 female) Sofortmeldung unserer Züchterin K. Neumann: "Anuschka und der Welpenbande geht es prima - Wurfgewichte zwischen 420 und 490 gr" |
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... und Du willst mal ein großer Eurasier werden? >>> |
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Die Welpen im Alter von 1-2 Tagen |
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Die Aufregung der ersten Tage ist überstanden; es beginnt die schöne Zeit der Welpenaufzucht: "Zur Zeit könnte ich den ganzen Tag vor der Wurfkiste sitzen. Es ist einfach faszinierend, die Kleinen zu beobachten, ob sie nun schlummern oder sich ein wildes Gerangel um die beste Zitze liefern, um dann kurze Zeit später friedlich nebeneinander vor sich hinzunuckeln. Und wehe, gerade da fällt es Mama Anuschka ein, ihrer "Pflicht" zum Saubermachen nachzukommen. Mit lauten Unmutsäußerungen wird dann seinem Ärger aber Luft gemacht. Nur schade, dass das die Mama überhaupt nicht beeindruckt. Also, es ist einfach wunderbar, diese noch "ruhigen" Tage auf diese Art und Weise zu genießen".
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Alter: eine Woche
Alle haben ihr Geburtsgewicht mindestens verdoppelt. Die anfänglich noch teilweise rosafarbenen Nasenspiegel sind dunkel, auch die erst etwas helleren Pfotenballen sind jetzt total dunkel. Der Tagesablauf besteht nach wie vor hauptsächlich aus drei Dingen: Schlafen, Säugen und Putzen durch Mama Anuschka. Sehr interessant die schon sehr umfangreiche Palette an Lautäußerungen: lautes Rufen nach Mama, Quieken, Grunzen, Vor-Sich-Hin-Gebrummel, knurr- und bellähnliche Laute. An der Verbesserung der Eigenschaft "Robben" wird auch täglich gearbeitet - Fortschritte sind unverkennbar. Noch passen alle zwecks Lakenwechsel in einen Haribo-Karton - das wird sich schnell ändern.

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Alter: 2 Wochen
Alle Welpen hatten bereits am 12. Tag ihr Geburtsgewicht verdreifacht. Das Hochhalten der Köpfchen klappt seit einiger Zeit schon prima. Seit zwei, drei Tagen ist teilweise schon richtig Bewegung in der Welpenstube. Alle versuchen eifrig auf vier Beinen vorwärtszukommen, mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Die schweren Bäuchlein wollen erstmal hochgestemmt sein. Die ersten Augenpaare schauen auch schon neugierig in die Welt. Total süß, wenn man plötzlich von den Kleinen angeschaut wird. Bei allen Aktivitäten ist übrigens Briska, die einzige Hündin, immer die erste. Sie hat also bisher ihre Brüder voll im Griff. Die ersten Frustsituationen müssen mittlerweile auch bewältigt werden, denn die Mama kommt nun nicht mehr immer sofort bei jedem Gejammer. Anuschka schläft mitterweile wieder außerhalb der Wurfkiste und gönnt sich auch hin und wieder ein paar Minuten im Garten. Am 01. Mai war die erste große Aufregung im Welpenleben - Wurferstbesichtigung durch Frau Schäfer. Die Welpen gingen sehr unterschiedlich damit um: einer genoß förmlich die "Untersuchungen" von Frau Schäfer wohlig grunzend auf dem Rücken liegend, einer brachte offenkundig seinen Unmut zum Ausdruck, andere ließen einfach alles über sich ergehen. Fazit von Frau Schäfer: Bisher alles okay bei diesem sehr ausgeglichenen Wurf.

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Alter: 3 Wochen
Die sechs Welpen vom Silbersaal haben in den letzten Tagen eine rasante Entwicklung vollzogen. Gewichtsmäßig haben alle die 2kg-Marke überschritten. Mittlerweile sind alle ziemlich flink auf ihren vier Pfoten unterwegs. Das bedeutet, dass nun die Wurfkiste zu klein geworden ist. Nach dem Säugen wird sich jetzt im Freilaufgehege ausgetobt, jeden Tag ein paar Minuten länger. Es ist schöner als jedes Fernsehprogramm, die zur Zeit noch sehr zarten Spielereien zu verfolgen. Das Repertoire an "Kampftechniken"wird ständig erweitert. In den Schwanz, Rücken oder die Beine der Geschwister zwicken, das beherrschen alle schon sehr gut. Immer wieder wird versucht, die Mama zu "bearbeiten". Dafür gab es im Gegenzug von Anuschka bereits die ersten kleinen Erziehungseinheiten. Zwei Welpen durften schon die Erfahrung machen, wie es ist, von Mamas Pfote heruntergedrückt zu werden. Völlig überrascht war ich am Freitag (19.Tag): Um auf gleicher Höhe mit den Welpen zu sein, lag ich wieder mit auf dem Boden. Ein Rüde saß vor meinem Gesicht. Er fixierte mich, um urplötzlich eine Art "Sprungangriff", begleitet von einem deutlichen Knurren, in Richtung meiner Nase zu starten. Diese kleinen Kerle; kaum können sie richtig laufen, schon springen sie einem ins Gesicht. Mit besonderem Eifer wird jetzt alles, was sozusagen vor die Zunge kommt, abgeleckt. Der absolute Renner dabei, wenn irgendwie erreichbar, sind Menschengesichter. An diesem Wochenende gab es nochmal einen richtigen Entwicklungsschub. Die Welpen sehen nun richtig, fixieren Geschwister, Gegenstände u.a., verfolgen Bewegungen, nehmen erste Geräusche wahr, sitzen, laufen mit erhobenen Schwänzen (ganz eurasiermäßig), kratzen sich mit der Hinterpfote (ganz wie die Alten), die Zähne brechen durch, menschliche Nähe wird gesucht und Streicheleinheiten werden gern entgegengenommen.


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Alter: 4 Wochen
In der vergangenen Woche haben unsere Welpen wieder viele Fortschritte gemacht. Nach der Vervollkommnung des Laufens beginnen sie mehr und mehr zu rennen und zu springen. Die Rangeleien untereinander haben zugenommen; manchmal geht es dabei ganz schön zur Sache (in die Ohren beißen, Schütteln der Körperteile, die man gerade in der Schnauze hat). Zum Pullern wird immer häufiger zielgerichtet die dafür eingerichtete Zeitungsecke aufgesucht (sofern man nicht nach draußen kann). Ich werde mittlerweile freudig mit Schwanzwedeln begrüßt. Alle kommen gern zum Schmusen und Streicheln, aber natürlich auch um zu zeigen, dass sie schöne spitze Zähnchen haben. Mittlerweile wissen die Welpen, dass es nicht nur bei der Mama etwas Leckeres gibt. Um Anuschka zu entlasten (das Säugen stellt mehr und mehr eine wirkliche Belastung dar), wird seit einigen Tagen Welpenmilch mit eingeweichten Flocken und schon etwas Trockenfutter zugefüttert. Alle waren überraschender Weise bei dieser neuen Art der Nahrungsaufnahme gleich ziemlich geschickt. Der Garten wird von den Rabauken Tag für Tag weiter erkundet. Leider waren die Aufenthalte im Freien aufgrund des schlechten Wetters (Regen, Wind, Kälte) bisher nur von sehr kurzer Dauer. Einen Vorteil hat die ganze Sache vielleicht, sie werden bestimmt keine „Schönwettereurasier“.
An diesem Wochenende war es wieder aufregend – die Welpeninteressenten stellten sich vor. Für einen zukünftigen Eurasierbesitzer wurde das erste Kennenlernen mit seinem Welpen eine sehr nasse Angelegenheit, die Hose wurde plötzlich sehr feucht und warm, später sicherlich eher kalt. Aber dieser „Welpenbesitzereignungstest“ wurde mit Auszeichnung bestanden. Leider bekamen die Besucher von ihren zukünftigen Schützlingen noch nicht allzu viel zu sehen, denn die Welpen zeigten sich eher von ihrer schläfrigen Seite. Manch einer wäre sicherlich erstaunt gewesen, wenn er die Welpen abends erlebt hätte. Als wieder Ruhe eingekehrt war, da ging urplötzlich die Post ab. Vorher hatte ich immer gedacht, wir hätten auch etwas „ruhigere“ Rüden, aber neuerdings habe ich den Eindruck, dass sich alle zu richtigen Frechdachsen entwickeln. Ob sie sich wohl an ihrer munteren Schwester Briska orientiert haben? Mittlerweile stehen sie ihr in nichts mehr nach. Irgendwie glaube ich, stehen uns noch turbulente Wochen bevor. Dies scheint auch Anuschka zu spüren, denn sie begann mit den Erziehungseinheiten volle zwei Wochen früher als bei ihrem ersten Wurf. Manch einer bekam schon auf etwas unsanfte Art zu spüren, dass das Leben nicht nur aus Fressen, Schlafen und Toben besteht.


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"Gestatten, mein Name ist ..."
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Barry (490g Geb.gew.) kam, nachdem er sozusagen den Weg für seine Geschwister gebahnt hatte, 22.32 Uhr zur Welt. Bisher hat er alles dafür getan, um seine „Gewichtsspitzenposition“ zu verteidigen. Anfänglich noch etwas zurückhaltend, wurde er an diesem Wochenende spürbar aktiver, bei den Rangeleien ist er bisher noch am „sanftesten“. |
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Ben (480g Geb.gew.) folgte genau eine Stunde später. Anfänglich war er eine richtige Schlafmütze. In der zweiten und dritten Woche verschlief er meist den Beginn der Saugzeiten, seine Gewichtszunahme litt aber nicht darunter. Seit zugefüttert wird, ist Ben plötzlich immer der erste. Die neue Art der Nahrungsaufnahme hat er sofort perfekt beherrscht. Er spielt gern, ist äußerst erkundungsfreudig und neugierig im Garten. |
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Balou (450g Geb.gew.) wurde sieben Minuten vor Mitternacht geboren. Bisher etwas ruhig, wird auch er plötzlich immer mobiler, schmust gern und lässt sich mit Streicheleinheiten verwöhnen. Im Garten springt er ausgelassen umher und übt sich jetzt an Sprungattacken. |
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Welpe 4, z.Zt. noch namenlos,(450g Geb.gew.) kam fünf Minuten nach Anbruch des neuen Tages zur Welt. Er hat sich sozusagen zu unserem Oberfrechdachs entwickelt; ist äußerst temperamentvoll. Wo etwas los ist, ist er garantiert dabei. Er spielt und rauft nach Herzenslust, weckt mit Vorliebe schlafende Geschwister, ist meist am längsten auf und ist der erste, der wieder wach ist. |
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Briska (420g Geb.gew.) hatte wohl schon auf dem Geburtsweg die Fruchthülle aufgestrampelt und plumpste deshalb 1.22 Uhr sozusagen nackt auf die Welt. Äußerst zielstrebig und schneller als ihre Brüder fand sie sofort die Zitzen. Briska ist ein energiegeladenes Eurasiermädel, immer flott und kess drauf. Bei den meisten Dingen der ersten Wochen war sie oft die erste (Augen zuerst geöffnet, als erste über das Brett der Wurfkiste geklettert, überall war sie etwas flinker und schneller). |
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B-Prinz (430g Geb.gew.) - Unmittelbar nach Briskas „Erstversorgung“ verließ Anuschka urplötzlich die Wurfkiste, um 1.39 Uhr ihren letzten Welpen mal so quasi im Vorbeigehen schnell mitten im Wohnzimmer zu gebären. Im Verhalten ist Prinz seinem Bruder Balou sehr ähnlich. Anfänglich etwas zurückhaltend, wird er jeden Tag aktiver. Im Garten ist er munter unterwegs, spielt gern mit seinen Geschwistern. Heute brachte er als erster lautstark zum Ausdruck, dass er sein „großes Geschäft“ draußen im Garten verrichten möchte. |
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Alter: 5 Wochen

Mit fünf Wochen sind unsere sechs nun eine richtige Rasselbande. Gewichtsmäßig tragen alle mindestens 3,5 kg mit sich herum. Die Bewegungsabläufe sind nun schon sehr gut entwickelt, wenn auch noch nicht perfekt, denn manch einer überschätzt seine Renn- und Sprungkünste manchmal und fällt dann ganz einfach auf die Nase. Es macht solchen Spaß, den Welpen zuzuschauen, wie sie überfallartige Attacken starten, plötzlich losspringen oder fetzen, sich niederringen oder auch sich ganz zärtlich belecken. Erste Aufreitversuche gab es auch schon (früh übt sich, was einmal ein guter Deckrüde werden will). Ganz erstaunlich fand ich, dass in diesem Alter ein Rüde schon nach dem Pullern mit den Hinterpfoten herumscharrte und kratzte (gilt beim erwachsenen Hund als Imponiergehabe).
| Leid kann einem Anuschka tun, wenn der Ansturm auf die „Milchbar“ eröffnet ist. Obwohl nun regelmäßig 5mal zugefüttert wird, stürzen sich die Welpen wie die Besessenen auf Anuschka, wenn diese greifbar ist. Gesäugt wird fast nur noch im Stehen und noch duldet es Anuschka. |
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Dafür hat sie sich aber eine besondere Erziehungsmaßnahme für die Bande ausgedacht. Wenn sie ihre tägliche Kauration bekommt (Rinderkopfhaut, Ochsenziemer o.ä.), marschiert sie damit zu den schlafenden Welpen, weckt zu meinem Leidwesen mit einer Art Lockruf selbst den tiefschlafendsten Welpen (klappt bei mir übrigens auch mit dem Futterruf: Hier, Futter). Alle müssen ihr dann in den Garten folgen, Anuschka legt sich hin, vor sich ihr „Lockmittel“. Natürlich versuchen die Welpen nun, ebenfalls an das begehrte Teil zu gelangen. Je nachdem, wie stark der Wille des Welpen, fällt Anuschkas Reaktion aus: anfänglich Lefzen hochziehen und Zähne zeigen, dann leises Knurren, übergehend in tiefes, beeindruckendes Grollen. Wer nun immer noch keinen Rückzieher macht, wird mehr oder weniger derb abgewatscht, entweder mit den Zähnen oder der Pfote. Nun hat auch der letzte kapiert. Die meisten hält es aber nicht davon ab, es beim nächsten Mal wieder zu versuchen, aber dann doch wesentlich vorsichtiger. Letztlich schauen aber alle in respektvoller Entfernung, wie sich Anuschka nach Erziehungsende den Leckerbissen schmecken lässt.
Leider war das Wetter in der letzten Woche wieder nicht besonders. Zwei Tage war es angenehm und die Welpen blieben den ganzen Tag draußen. Unsere Hollywoodschaukel wurde zum Schlaftunnel umfunktioniert. Mit Laken zugehangen und der Boden mit Decken ausgelegt, waren die Welpen geschützt und fanden es super, dort zu schlafen. Da wir in einer Wohnanlage mit ca. 20 Familien wohnen, ist der Geräuschpegel manchmal ganz schön hoch und die Welpen wurden auf diese Weise schon mit vielen Lauten und Tönen konfrontiert (Rasenmäher oder -trimmer, herunterknallende Rollläden, laut schreiende und rennende Kinder, Baugeräusche usw.). Günstig ist auch, dass unser Garten am Weg der Wohnanlage liegt und jetzt, wo die Welpen draußen sind, ein deutlich höherer Personenverkehr als sonst zu verzeichnen ist. Anuschka findet die Zaungucker allerdings nicht immer so gut. Sie unterscheidet dabei aber sehr genau zwischen den hier wohnenden Personen oder immer wiederkommenden Leute, wie z.B. Postbote. Diesen präsentiert sie schon ganz gern ihren Nachwuchs. Aber wirklich Fremden gibt sie doch recht eindrucksvoll zu verstehen, dass sie hier ihrer Meinung nach unerwünscht sind. Äußerst beliebt bei Hunden und Menschen sind die Schmuse- und Streicheleinheiten. Ein richtig toller Augenblick, wenn sich alle sechs schwanzwedelnd auf einen stürzen und an allem, egal was sie gerade erwischen, herumknabbern, zwicken oder lecken. Mein Mann meint, der Anblick erinnert ihn immer an die Gremlins (kleine zähnefletschende Monster in einem Film). Aber genau diese Momente sind die absoluten Highlights, die die Welpenaufzucht zu bieten hat.
| Barry: Sein Sanftmut der vergangenen Woche ist wie weggeblasen. Barrys neue Devise lautet: Angriff ist die beste Verteidigung. Vorige Woche noch sehr oft die Demutshaltung einnehmend, beschloss er wohl, dass es damit nun vorbei ist. Jetzt stellt er sich viel lieber über seine Geschwister. Fremden gegenüber zeigt er schon die typisch eurasiermäßige Zurückhaltung. |
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| Ben liebt es nach wie vor, im Garten herumzustromern. Dazu sondert er sich auch gern einmal von den anderen ab, um allein auf Entdeckungstour zu gehen. Alles muss von ihm untersucht werden. Bei Raufereien gibt er gern seine Visitenkarte ab. |
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| Balou ist ein richtiger Schmusebär. Während seine Geschwister mit Vorliebe an Ohren und Haaren knabbern wollen, hat man bei Balou Ruck-Zuck die ganze Zunge im Gesicht. Wenn er draußen seine Minuten hat, rennt und springt er wie ein Irrwisch durch den Garten. |
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| Baron, unser absolutes Temperamentsbündel. So ausgelassen wie er ist, so gern sucht er aber auch unsere Nähe. Bei den Streicheleinheiten versucht er stets, an vorderster Front zu sein. Meine Ohren haben allerdings schon sehr schmerzhafte Erfahrung mit seinen Zähnchen gemacht, genauso wie einige Körperteile seiner Geschwister. |
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| Briska: Wo irgendwelche „Brandherde“ sind, ist Briska meistens mit beteiligt. Manch einen ihrer Brüder hat sie schon ganz schön zusammengestaucht. Mit mächtig viel Geknurre und Zähnefletschen zeigt sie den Rüden schon sehr eindrucksvoll, dass sie sich von ihnen nicht unterkriegen lässt. |
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B-Prinz: Obwohl alle Welpen zügige Fresser sind, ist Prinz meist noch einen Tick schneller als die anderen. Mit einem Wahnsinnstempo saugt er die Nahrung geradezu in sich hinein. Dies führte dazu, dass er gewichtsmäßig zu unserem Schwergewicht Barry aufgeschlossen hat und mit diesem nun in der „Gewichtsrangfolge“ abwechselnd vorn liegt. Trotz seiner Pfunde ist er absolut beweglich, flink und sehr sprungfreudig, spielt und tobt gern. |
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Alter: 6 Wochen
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Die vergangene Woche bestätigte unsere Vermutung, dass uns unsere Welpen noch in Atem halten werden. Die Wachzeiten sind nun deutlich verlängert und vor allem gegen Abend laufen alle zu absoluter Hochform auf. Da stehen insbesondere Renn- und Sprungspiele auf dem Programm, die nun natürlich in deutlich höherem Tempo absolviert werden. Äußerst beliebt ist dabei der sogenannte Mäuselsprung. Da noch keine Mäuse zur Verfügung stehen, wird dieser Sprungstil zur Einleitung von Fang- und Kampfspielen benutzt. Es sieht total lustig aus, wenn die Racker mit allen vier Beinen abheben. Natürlich müssen den Welpen jetzt mehr Beschäftigungsmöglicheiten geboten werden. |
| Allem Neuen gegenüber zeigen sich die sechs Rabauken sehr aufgeschlossen, alles muss sofort gründlich getestet und untersucht werden und auf Beißfestigkeit überprüft werden. Bewegungstechnische Abläufe werden immer mehr vervollkommnet, äußerst beliebt sind das Klettern auf einem Baumstamm, Herumlaufen auf einer wippenden Platte oder Balancieren auf einem Brett. Dieses Brett wird immer häufiger als Absprungrampe benutzt, von der man sich so richtig ins Getümmel stürzen kann. |
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Neue Geräuschquellen wurden auch wahrgenommen: Flugzeuglärm, Donnergrollen, herunterfallender Schlüsselbund u.ä., das Aufspringen eines Schirmes - alles kein Problem für die Welpen. Schlüssel und Schirm mussten gleich dem Beißtauglichkeitstest unterzogen werden. Das "Ungetüm" Staubsauger wurde von Briska schon im eingeschalteten Zustand genauestens untersucht, dies trauten sich ihre Brüder bisher nur, wenn der Staubsauger aus war.
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Anuschkas Erziehungseinheiten haben deutlich an Intensität zugenommen und sie geht dabei wahrlich nicht zimperlich zu Werke. Außenstehenden würden bestimmt Angst um die Welpen haben, aber die Hündin weiß instinktiv genau, was notwendig ist. Seit ca. 3 Tagen gewährt Anuschka nur noch sehr kurze Saugzeiten, die Welpen werden immer öfter weggeknurrt, was sie nicht davon abhält, es immer wieder bei Möglichkeit zu versuchen. |
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| Der Höhepunkt der vergangenen Tage war die erste Autofahrt im Leben der Welpen. Wider Erwarten verlief alles sehr ruhig und entspannt. Bereits das "Verstauen" von jeweils 3 Doppelpacks in Reisetaschen zwecks Umsiedlung ins Auto klappte prima. Die Autofahrt selbst fanden alle offensichtlich spannend, keiner war ängstlich. Im Gegenteil, immer wieder wurde versucht, neugierig aus dem Fenster zu schauen. Bei einem Zwischenstopp gelang es uns endlich einmal, alles sechs gemeinsam nebeneinander ansprechend zu fotografieren, was bisher trotz verschiedener Bemühungen nie so richtig gelungen war. |
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Barry ist ganz schön neugierig geworden. Alles muss er mit seinen Zähnchen genauestens testen und untersuchen, ob Schirm, Schlüssel und was auch immer. Wenn möglich, wird alles gleich weggetragen. Sein Vertrauen zu gewinnen, bedarf etwas mehr Mühe, so schnell lässt er sich nicht um den kleinen Finger wickeln. |
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Ben ist sehr aufgeschlossen und kontaktfreudig. Fremde Personen werden auch gleich mal dahingehend getestet, ob sie einen richtigen Eurasierwelpenbiss in den Fuß vertragen. Neben Prinz ist er der schnellste Fresser. |
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Balou kann es überhaupt nicht leiden, wenn er aufgeweckt wird, da kann er ganz schön grantig werden. Sein Schläfchen ist ihm heilig. Seine zukünftigen Besitzer kommen ihn, da in der Nähe wohnend, öfters besuchen und sind schon ganz vernarrt in den süßen Fratz. |
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Mittlerweile ist Barons Lebhaftigkeit nicht mehr ganz so auffällig, da seine Geschwister ihm darin fast nichts mehr nachstehen. Natürlich ist alles Neue für ihn interessant. Neulich entführte er Frauchens Pantoffel in den Garten und führte dann rund um seine Beute einen wahren Siegestanz auf, absolut lustig anzusehen. |
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Briska kann ganz schön heftig reagieren, wenn einer ihrer Brüder sie ärgert. Mit einer von Knurren und Bellen eingeleiteten Attacke geht sie dann sofort zum Gegenangriff über. Sie kam in den "Genuss" der bisher heftigsten Erziehungseinheit von Anuschka. Hinterher war sie erstmal so bedient, dass sie sich gleich schlafen gelegt hat. |
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B-Prinz: seine Fresslust ist durch nichts zu bremsen. Neben Ben ist er immer der Erste, alles wird in Windeseile weggeputzt. Dann wird natürlich versucht, von der Nachbarschüssel noch etwas zu ergattern. Prinz ist schon absolut stubenrein, meldet sich immer lautstark an der Balkontür. |
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Alter: 7 Wochen
Unsere sechs Wilden sind sieben Wochen alt und wir müssen wehmütig immer häufiger daran denken, dass in zwei Wochen das Kapitel "Welpenaufzucht" für uns schon der Vergangenheit angehört. Mittlerweile haben alle die 5kg-Marke gewichtsmäßig überschritten, unsere zwei Super-Fresser steuern bereits auf die 6 kg zu. Ansonsten gibt es zwischen unseren sechs Temperamentsbündeln keine wesentlichen Unterschiede. Alle sind gleichermaßen agil, toben, was das Zeug hält, sind total unternehmungslustig und neugierig. Leider wurden wir vergangene Woche wieder nicht mit schönem Wetter verwöhnt, immer wieder Regen, Regen, Regen. Auf das Element Wasser müssten unsere Welpen eigentlich besonders geprägt sein. Es macht allen einen Riesenspaß bei strömendem Regen Renn- und Fangspiele zu veranstalten. Und wenn es dann schon mal einen Tag von oben her trocken blieb, da fehlte doch irgendetwas.

Zum Glück denken wir Zweibeiner mit und vergessen schon mal eine gut gefüllt Gießkanne. Diese wurde von den Rabauken gleich zum Umkippen gebracht und dann sprangen alle wie aufgedreht in dem Wasser herum. Ja, und dann gibt es auch noch Trinknäpfe, die sind sehr vielseitig verwendbar...
Große Fortschritte wurden in den letzten Tagen bezüglich Stubenreinheit vollbracht. Die Zeitungsecke blieb bis auf ganz wenige Ausrutscher trocken. Allerdings müssen die Welpen zur Zeit noch nachts einmal herausgelassen werden.

Die Bewegungs- und Spieleinheiten werden von Tag zu Tag rasanter. Die neu angebotene Sandkiste ist äußerst beliebt. Lappenzerrspiele machen den Welpen einen Riesenspaß. Da hat man gleich drei bis vier auf einmal dranhängen. Die Streicheleinheiten der Nachbarskinder wurden gern entgegengenommen. Die Welpen wurden mit Halsband und Geschirr vertraut gemacht.

Alle durften erstmal einzeln (interessant, mal das Verhalten ohne die unmittelbare Nähe der Geschwister zu studieren) Küche und den Rest des abgeteilten Wohnzimmers, also völliges "Neuland", inspizieren. Nach einigen Orientierungssekunden gingen alle neugierig auf Entdeckungstour und fanden ziemlich schnell Gefallen daran, sich außerhalb des abgesperrten Bereiches bewegen zu können.

Äußerst hoch im Kurs stehen die angebotenen Kauartikel. Vor allem dienen sie nach der Toberei etwas zur Beruhigung, außer man streitet dann wieder um ein gewisses Teil, was natürlich gerade jeder haben will. Wie lange sich die Welpen an den Kausachen erfreuen dürfen, ist aber sehr von Anuschka abhängig. Häufig ist sie der Meinung, dass sie nach einer gewissen Zeit, mal kürzer, mal länger, Anspruch auf alle diese Teile hat und sich eins nach dem anderen schmecken lässt. (Übrigens, wenn keine Welpen da sind, liegen manche Sachen tagelang nur herum und werden ignoriert.) Um sich so ein Stück zu holen, nimmt es Anuschka sogar in Kauf, dass sich alle gleich wie die Verrückten an die Zitzen hängen, auch wenn ihr dies mehr und mehr unangenehm ist.
Eine zweite Autofahrt stand auch wieder auf dem Programm. Das Verstauen der Welpen in die Reisetaschen zwecks Transport zum Auto gestaltete sich diesmal schon recht kompliziert. Kaum war einer in der Tasche drin, so schnell war er auch wieder heraus. Aber letztlich schafften wir es doch, alle sicher im Auto zu verstauen. Die Fahrt selbst war natürlich kein Problem.
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Barry spielt, tobt, rauft nach Herzenslust. Besonders gern jagt er mit einem Kauartikel vor den anderen her. Bei der Verteidigung seiner Beute versucht er, das Verhalten von Anuschka zu kopieren. Seine Geschwister zeigen sich von seinem Knurren aber wenig beeindruckt und so bleibt meist wieder nur die Flucht nach vorn. Als Barry das erste Mal das Halsband angelegt bekam, war er total beleidigt. Schmollend zog er sich zurück und schaute mit bösen Blicken um sich. |
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Ben ist einer der Hauptakteure, die dafür sorgen, dass unsere beiden nicht extra geschützten Sträucher im Garten immer ramponierter aussehen. Es macht ihm sichtlich Spaß, an den Ästen herumzuzerren. Außerdem benutzt Ben mit Vorliebe den Wassernapf zweckentfremdet. Je mehr er nass ist, desto besser. |
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Balou hat sich zum absoluten Kletterkünstler entwickelt. Seit einigen Tagen überquert er regelmäßig die Absperrung im Wohnzimmer, allerdings meistens früh, wenn mein Ersatzbett noch davor steht. Seinen zukünftigen Besitzern zeigte er beim letzten Besuch, da er im Schlaf gestört wurde, die "kalte Schulter". Schlecht gelaunt war er total unzugänglich. Kaum war die Besuchszeit beendet, zeigte Balou wieder, wie spiel und rennfreudig er sein kann. |
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Baron steht total auf Zweikämpfe. Mit einem Partner balgen, das mag er besonders. Und mit Vorliebe versucht er nachwievor, mir ins Gesicht zu springen. Neulich wollte ich schön auf Welpenhöhe fotografieren, schaute durch den Sucher und bekam plötzlich einen ziemlichen Schlag ins Gesicht. Baron war von vorn gegen die Kamera gesprungen, die es mir dann ziemlich gegen die Nase schlug. Also, selbst Fotografieren birgt so seine Gefahren in sich. |
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Briska hat bereits die richtige "Eurasierbegrüßungsfreude" entwickelt. Kaum sieht sie jemand von uns, wackelt vor lauter Freude nicht nur der Schwanz, sondern das ganze Hinterteil. Briska bekommt mit Abstand die meisten Erziehungseinheiten von Anuschka, drei- bis viermal am Tag ist sie "Mode". Wenn sie sich ordentlich zur Wehr setzt und zurückbellt, dann ist Anuschka offensichtlich zufrieden. |
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Prinz ist überall dabei, wo die Post abgeht. Wir staunen immer wieder, dass er trotz des höchsten Gewichtes so flink, sprungfreudig und ausdauernd ist. Wenn er einmal ins Rennen kommt, ist er total aufgedreht. Zum Schlafen legt er sich meist als letzter hin. |
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Alter: 8 Wochen
In der achten Lebenswoche haben unsere sechs Rabauken weiter an Ausdauer und Agilität zugelegt. Die Wach- und damit Tobezeiten sind viel länger geworden und man sehnt jetzt wirklich manchmal die Ruhephasen herbei. Da unsere beiden Kletterkünstler, Balou und Baron, ständig über die Absperrung wollen, lassen wir nun meist offen und die Welpen haben dadurch mehr oder weniger unser gesamtes Erdgeschoß im Griff. Wenn sie dann zu Hochform auflaufen, herrscht schon so eine Art Ausnahmezustand bei uns. Von der Küche führt die Hatz quer durchs Wohnzimmer, weiter durch die Terrassentür ab in den Garten und wieder zurück. Und diese Schleife wird dann zigmal in höchstem Tempo absolviert.
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Wenn sich dann noch Anuschka mit einschaltet, um Erziehungseinheiten durchzuführen, wird das Treiben ganz verrückt. Zu etwa 80% war bisher Briska die für die Erziehungseinheit Auserwählte. Manchmal konnte sie einem fast schon leid tun. Aber ich denke, Anuschka wird instinktiv schon das Richtige tun. Und so schlimm, wie es aussah, war es wohl auch nicht, denn Briska sucht trotzdem immer wieder Anuschkas Nähe. Und wenn die beiden dann sogar manchmal ganz friedlich Kopf an Kopf zusammen schlafen, na dann ist doch alles okay. Seit diesem Wochenende ist erziehungsmäßig alles anders. Offenbar sind jetzt die Rüden reif. Einen nach dem anderen knöpft sich Anuschka plötzlich vor. Wahrscheinlich ist alles eine Sache des richtigen Zeitpunktes, den nur die Hündin instinktiv richtig erkennt. |

In dieser Woche gab es den ersten richtigen "Härtetest" im Leben unserer Rasselbande - Tierarztbesuch zwecks Impfung und Chippen. Auf dem Behandlungstisch waren alle ganz mutig. Der zweimalige Einstich wurde von jedem ohne Gejammer hingenommen. Am meisten ins Schwitzen (lag aber nicht nur an den sommerlichen Temperaturen) sind sicherlich wir Zweibeiner gekommen. Von unserem A-Wurf in dieser Beziehung ein bisschen verwöhnt (da saßen nämlich alle mehr oder weniger beeindruckt in den Reisetaschen während des Tierarztbesuches), hatten wir ein wenig Hoffnung, dass es diesmal ähnlich geordnet abläuft. Aber natürlich wurde es nicht so einfach.. Schon nach kurzer Zeit verließen die ersten die Taschen, um auf Entdeckung zu gehen. Zum Schluss wuselten schließlich alle sechs durch das Behandlungszimmer und wir hatten alle Hände voll zu tun, die Meute halbwegs unter Kontrolle zu halten. Hochinteressant so ein Arztzimmer, die vielen Schläuche und Leitungen, die herumhängen und auf Bissfestigkeit geprüft werden müssten. Ben und Barry schnappten sich Watte von einem Wagen, die sie dann stolz herumtrugen. Zum Glück nahm die Tierärztin alles gelassen und wir waren heilfroh, als wir alle wieder im Auto verstaut hatten und die Heimfahrt antreten konnten.

Seit dieser Woche stehen tägliche Spaziergänge auf dem Programm, um die Welpen an die Leine zu gewöhnen. In der Gemeinschaft und mit Anuschka an der Seite lernt es sich schnell. Schon am zweiten Tag ging es zügig vorwärts. Natürlich macht es allen Spaß, neue Gerüche wahrzunehmen und die nähere Umgebung kennenzulernen.

Ganz beliebt ist ein Betonrohr, wo man bei der Hitze prima Rast machen konnte, sogar für ein kurzes Nickerchen war es bestens geeignet. Vorbeifahrende Autos, Fahrräder, Skater wurden kennengelernt, ja und natürlich jede Menge Leute, denn dem Anblick der Welpen kann sich kaum einer entziehen.
Nun starten wir in die letzte gemeinsame Woche mit unseren fidelen Lieblingen, die Wurfabnahme durch den Zuchtwart steht noch an und kurz danach werden unsere sechs Welpen von ihren schon ungeduldig wartenden neuen Besitzern abgeholt und für uns heißt es schweren Herzens Abschied nehmen.
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Barry ist ein ziemlich frecher und aufgeweckter Bursche geworden. Nichts ist vor ihm sicher. In der Wohnung muss man ihn immer im Auge haben, an alles versucht er heranzukommen. Den Wassernapf liebt er über alles, aber nicht nur, weil man dort trinken kann... Selbst im Schlaf will Barry nicht auf die Nähe des Wassernapfes verzichten. |
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Ben wirkt manchmal schon"erwachsener" als seine Geschwister, wenn er so majestätisch daherschreitet. Aber wenn sich irgendwo etwas von Spiel und Rauferei anbahnt, ist er wieder ganz "Kind", überall ist er dabei. Auch für ihn ist der Wassernapf ein vielseitig verwendbarer Gegenstand, ganz toll findet er es auch in der Sandkiste. Ben versucht gern, seinen Kopf durchzusetzen. Bei einem "Nein" probiert er doch immer wieder gern, wie weit er gehen kann. |
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Balou hat eine neue Leidenschaft entdeckt - Pantoffeln. Fehlt irgendwo einer, hat meist Balou ihn verschleppt. Balou legt viel Wert auf Streicheleinheiten, wackelt vor Freude auch mit dem ganzen Hinterteil. Er ist schon sehr fremdenabweisend, sehr zum Leidwesen seiner neuen Besitzer, die eben zur Zeit bei ihren Besuchen in seinen Augen noch Fremde sind. Aber das wird sicher bald ganz anders aussehen. |
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Baron muss immer wieder in seinen Kletterkünsten gebremst werden. Selbst wenn das Gehege offen ist, möchte er manchmal daneben darüber springen. Baron hält sich supergern in der Küche auf. Schrankgriffe üben auf ihn eine magische Anziehungskraft aus. Er weiß schon, dass dann ein scharfes "Nein" kommt. Raffiniert versucht er es deshalb meist in unbeobachteten Momenten. |
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Briska ist sehr menschenbezogen, sie begegnet uns immer schwanzwedelnd und fröhlich. Die vielen Erziehungseinheiten von Anuschka steckt sie locker weg. Ihre Brüder fertigt sie manchmal ganz schön ab. |
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Prinz ist immer gut drauf, immer zum Toben bereit. Je schneller und rasanter das Geschehen, desto besser. Wenn niemand mit ihm spielt, bellt er die anderen an und will sie auffordern, endlich mitzumachen. Auch Prinz liebt Wasser, er schafft es fast täglich, seine gesamte untere Körperseite mit Hilfe des Trinknapfes nass zu machen. |
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Alter: 9 Wochen - Der Abschied
Im Alter von neun Wochen haben uns Anuschkas und Arons Nachkommen verlassen und sind mittlerweile alle gut in ihrem neuen Zuhause angekommen. Was uns bleibt, ist die Erinnerung an zwei wunderschöne, unvergessliche Monate, die wir mit der temperamentvollen Welpenbande teilen durften. Wir sind sehr dankbar dafür, dass wir das zweite Mal das Wunder einer absolut instinksicheren Hundegeburt ohne jegliche menschliche Hilfe erleben durften.
Total faszinierend, wie sich aus den anfänglich maulwurfsähnlichen Wesen innerhalb kürzester Zeit so prachtvolle, lebenslustige kleine Eurasier entwickelt haben, die uns zum Schluss ganz schön auf Trab gehalten haben. Absolut beeindruckend auch das Verhalten von Anuschka, immer genau wissend, was das Richtige ist. Beginnend beim Deckakt (obwohl sich nicht gern unterwerfend - problemlos decken lassend) über die Trächtigkeit (sich ab der vierten Woche selbst Schonung verordnend), dann die typischen geburtsvorbereitenden Merkmale zeigend, die Geburt selbst mit absoluter Instinksicherheit bewältigend (uns blieb glücklicherweise nur die Rolle des staunenden Zuschauers) bis hin zur perfekten Aufzucht und Erziehung der Welpen, was von einer Hündin viel abverlangt. Ich denke, wir können sehr stolz auf unser Eurasiermädel sein.

In der letzten Woche erfolgte die Wurfabnahme durch einen Zuchtwart. Frau Marahrens reiste extra aus Hamburg zu uns nach Chemnitz, um die Welpen in Augenschein zu nehmen. Jeder Welpe wurde einem gründlichen Check unterzogen. Um festzustellen, ob alle Zähne vorhanden sind, war schon ein hohes Maß an Schmerzverträglichkeit notwendig. Aber gelernt ist gelernt. Selbst Ben, der sich hierbei total wild aufführte, brachte Frau Marahrens nicht aus der Ruhe. Ansonsten zeigte auch die Wurfabnahme, dass dies ein sehr ausgeglichener Wurf ist. Inwieweit später vielleicht ein Name im Zuchtgeschehen auftauchen wird, wird die Zukunft zeigen.

Die letzten gemeinsamen Tage mit unseren Welpen wurden besonders für intensive Schmuseeinheiten genutzt. Irgendwie schienen auch die kleinen Rabauken zu spüren, dass "etwas in der Luft" liegt. Alle waren so anhänglich wie noch nie, suchten immer wieder unsere Nähe und wollten ausgiebig gestreichelt werden. Auch der letzte gemeinsame Spaziergang verlief in einer eigenartigen Stimmung. Wahrscheinlich überträgt sich die eigene doch etwas wehmütige Gemütslage auch auf die Welpen. Immer wieder mussten wir stehen bleiben und jeder wollte seine Streicheleinheiten.

Natürlich wurde auch in den letzten Tagen munter getobt, gerauft und gespielt, wobei Anuschka immer öfter ausgelassen mitmischte. Die allerletzten Stunden durfte dann Anuschka, nachdem die Rüden bereits abgeholt waren, noch gemeinsam mit ihrem besonderen Liebling Briska verbringen. Das nutzten die beiden für ausgiebige Spiel-, Rauf- und Erziehungseinheiten, die von einem ziemlich hohen Geräuschpegel begleitet waren, um dann hinterher gemeinsam ein Schläfchen zu machen.

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Barry verließ uns als erster unmittelbar nach der Zuchtabnahme. Aber er bleibt sozusagen in Familie und wohnt jetzt praktisch gleich um die Ecke. Zur Eingewöhnung dürfen wir ihn erstmal eine Woche nicht sehen. Aber dann freuen wir uns schon auf viele gemeinsame Mutter-Sohn-Spaziergänge, bei denen Anuschka bestimmt weiterhin gern Erziehungsarbeit übernimmt. |
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Ben ist jetzt ein Norddeutscher. Er wurde sehnlichst erwartet von einer Familie mit drei Kindern. Aufgrund seiner Aufgeschlossenheit wird sich Ben dort bestimmt sehr schnell wohlfühlen und bestimmt viel Spaß haben. |
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Balou bleibt auch ein Chemnitzer und wir können ihn zum Glück auch häufiger sehen. Wenn er seine Zurückhaltung, die er bei uns gegenüber seinen neuen Besitzern gezeigt hat, überwunden hat, wird er Frauchen und Herrchen bestimmt ganz glücklich machen. Er ist ein ganz lieber Schmusebär, ganz anhänglich und möchte so gern gekrault werden. |
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Barons neues Zuhause ist in der Nähe von Augsburg. Er darf dort sein Herrchen beim Ausliefern von Futtermitteln begleiten (Da wird ihm aber bestimmt der Zahn tropfen.). Bin gespannt, ob er seine neuen Besitzer auch mit seinen "Gesichtssprungattacken" überraschen wird. |
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Briska wird das neue Familienmitglied unseres Datenbankverantwortlichen. Mit ihrer fröhlich-kessen und super anhänglichen Art wird Briska sicher alle Ruck-Zuck um den Finger gewickelt haben. Und mit Ayla vom Jagstrot, die zum erweiterten Familienkreis gehört, bekommt Briska eine noch junge Eurasierhündin zur Spielgefährtin, was ihr prima gefallen wird. |
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Prinz hat es auch in den südlichen Teil Deutschlands verschlagen. Seine neuen Besitzer werden viel Ausdauer beim "Bauchstreicheln" beweisen müssen, dies mag Prinz nämlich ganz besonders. Er wird sicher keine Probleme haben, sich schnell einzugewöhnen. |
Wir haben versucht, unsere Welpen bestmöglich auf ihren Start in einen neuen Lebensabschnitt vorzubereiten. Nun liegt es an ihren neuen Besitzern, die so wichtige restliche Prägungszeit bis zur 16. Woche zu nutzen, damit aus den Welpen selbstbewußte Eurasier werden. Wir wünschen viel Erfolg dabei und hoffen, dass alle viele Jahre Spaß und Freude mit ihrem neuen Liebling haben werden.
Unser Webmaster, Herr Conzelmann (an dieser Stelle ein Riesen-Dankeschön für sein megaschnelles Hochladen unserer Berichte und Fotos ins Internet), und wir wünschen uns sehr, dass unsere Welpenkäufer diese Internetseite in größeren Abständen fortsetzen und somit alle, die es interessiert, an der weiteren Entwicklung der B-Silbersaal-Eurasier teilhaben dürfen.
Ihre
Kerstin Neumann