| Eurasier - Rassehund - Familienhund |
28. Februar 2005
Neues vom Prinz vom Silbersaal
| Hallo, nun haben wir (mein Mann und ich) den Prinz schon seit über 8 Monaten bei uns. Wir hatten lange Zeit mit der Informationssuche über Hunde und speziell über Eurasier verbracht, denn wir wollten bei unserem ersten Hund alles richtig machen und keine bösen Überraschungen erleben. Prinz macht es uns aber auch nicht besonders schwer: Er lernt sehr schnell, man erlebt von ihm nur selten Ungehorsam und er gewinnt sehr schnell die Leute für sich durch seinen unschuldigen Blick, so dass man glauben kann "dieser Hund kann nie etwas Böses tun". So hat er von Anfang an die Herzen unserer Eltern und Geschwister erobert. Sogar meine Schwiegermutter, die immer sagte, dass ein Hund ihr nie ins Haus kommen wird, hat Prinz seit dem ersten Besuch sehr gerne. Sie passt sogar gelegentlich auf ihn auf, wenn wir mal nicht verfügbar sind. Außerdem fragt sie bei jedem Telefonat wie es dem Prinz geht und was er gerade macht. |
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Wir besuchen eine Hundeschule ganz in unserer Nähe damit Prinz lernt mit Hunden verschiedener Rassen und Alters umzugehen; auch dort macht sich Prinz sehr gut. Die Trainer haben ihn schon mehrmals gelobt und zugeben müssen, dass sie von ihm viel weniger erwartet haben, denn aus irgendeinem Grund erwarten sie von einem Eurasier aggressives Verhalten fremden Menschen und auch Hunden gegenüber? Bei diesen Gesprächen müssen wir immer wieder aufs neue erklären, dass Eurasier eben eher zurückhaltend sind, was man nicht mit Aggressivität verwechseln darf. Sie sind anderen Hunden gegenüber aufgeschlossen und kontaktfreudig.

Oft wird von der Flegelzeit geredet, in der sich die Hunde etwas schwieriger zeigen. Bei Prinz verlief diese Zeit eher unauffällig und kaum bemerkbar. Unsere unmittelbaren Nachbarn besitzen einen zwei Monate jüngeren Retriever „Ben“ und wir gehen öfters gemeinsam spazieren, damit sich unsere Rüden gut kennenlernen und der Revier-Krieg entlang des Zaunes erst gar nicht beginnt. Beide Hunde finden das klasse und toben ausgelassen miteinander. Ein weiterer Hund, mit dem Prinz liebend gerne spielt, ist ein Border-Collie namens "Antares" (ein Jahr jünger als Prinz). Antares ist ein etwas schwieriger Hund, denn er lebte bis über fünf Monate bei seiner "Züchterfamilie", kannte keine Leine und kein Halsband, war nicht stubenrein, durfte im Hof frei laufen und litt offensichtlich sehr unter seinem dominanten Vater. Entsprechend lag er die ersten Tage im Haus meines Bruders zusammengekauert im Eck und erschrak bei jedem Geräusch. Dann fingen wir an gemeinsame Spaziergänge zu unternehmen und Antares hat, dank Prinz, der nicht aufhören wollte ihn zum Spielen aufzufordern und ausgelassen zu toben, und der liebevollen Behandlung durch die Familie seiner neuen Besitzer, schnell seine Schreckhaftigkeit verloren, hat sich aufgerichtet und aus ihm ist ein sehr schöner Hund geworden. Prinz spielt sehr gerne mit ihm und ist inzwischen auch viel schneller beim Laufen geworden, denn ein Border-Collie ist eben sehr schnell.

Groß ist die Freude wenn wir - selbst nach kurzer Abwesenheit - wieder zurückkommen. Dieses Rumspringen, Jaulen, Bellen und sich Beschweren über fünf bis zehn Minuten lang, ist eine Mischung, die uns immer wieder viel Freude bereitet. Jeden Morgen wird man außerdem mit freundlichem Schwanzwedeln begrüßt und darf als erstes mal den Bauch kraulen. Wir merken, dass der Prinz in letzter Zeit immer kuschelfreudiger wird, denn er kommt öfters am Tag und streckt seine Lieblingsstellen zum Kraulen hin, oder legt sich mal näher zu uns damit man ihn streicheln kann. Prinz hat auch inzwischen damit begonnen uns vor Fremden zu "beschützen", denn er versucht unbekannte Personen aus der Wohnung wegzuknurren und wenn wir irgendwo zu Besuch sind und dort übernachten, dann bewacht er das Zimmer und achtet auf jedes Geräusch. Da wird man eben mitten in der Nacht durch lautes Knurren oder Bellen geweckt, sollte es tatsächlich jemand wagen, zu nahe an der Gästezimmertür vorbeizulaufen. Hier werden wir darauf achten müssen, dass sich Prinz nicht zur "Hauptperson" aufschwingt und das Kommando übernimmt.
Im Oktober hatten wir leider kein sehr schönes Erlebnis gehabt, denn mein Mann und Prinz wurden in einen sehr schweren Verkehrsunfall verwickelt. Zum Glück ist Prinz nichts passiert wohingegen Alexander aus dem Auto befreit werden musste. Aber auch dieser Schreck ist inzwischen gut überstanden und Prinz hat seine Begeisterung fürs Autofahren beibehalten.
Im Dezember haben wir dann geheiratet und Prinz hat uns natürlich an diesem wichtigen Tag, trotz Stress wegen lauter Musik und vieler fremder Menschen, begleitet. Er ist auf fast allen Fotos und Videoaufnahmen zu sehen, denn er wich uns den ganzen Tag nicht von der Seite. Unser bester Freund!

Zusammenfassend kann ich nur betonen, dass wir sehr glücklich mit unserem Prinz sind, denn er ist zu einem festem Teil unserer Familie geworden.
Grüße an alle Eurasierfreunde,
Lydia und Alexander Popp