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Aktuelle Eurasier Würfe in der ZG
Eurasier litters in the ZG
Eurasier Welpenvermittlung ZG: Frau Christa Stuhr, Waldkamp 5, 21039 Börnsen
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A VOM BOSSARDPFAD (11. August 2008)
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H-Jerry von den Sander Tannen (*22.03.1999) |
Wurftelegramm Märchenhaft geht es gerade in der ZG zu. Am 11.08 2008 kamen auch im Zwinger vom Bossardpfad sieben eurasische Zwerge zur Welt. Zwei Rüden und fünf Hündinnen, alle um die 340g |
Aylana vom Kranichblick (*08.07.2005) |
Hier sind die ersten Bilder von der stolzen Mutter Aylana mit ihren sieben Zwergen. Sie kümmert sich rührend um ihren Nachwuchs; alle sind wohl auf.


Die Welpen entwickelten sich sehr gut weiter, nahmen stetig zu (das Geburtsgewicht wurde bereits verdreifacht) und Aylana ging ihren mütterlichen Pflichten sehr gewissenhaft nach, legte sich jetzt aber auch schon mal abseits der Wurfkiste zum Ausruhen hin und wollte auch gerne ab und zu nach draußen.

Als neue Entwicklungen bei den Welpen stellten wir fest: es sind neue Lebensäußerungen dazu gekommen wie

Das Verhalten beim Saugen an den Zitzen der Mutter reicht vom kräftigen Stupsen mit der Schnauze über Stoßen mit den Vorderpfoten bzw. -beinen gegen die Milchdrüse bis hin zu einem ruhigen Saugen mit Ziehen an der Zitze.

Die Augenlider wirkten dicker aufliegend, so hoben sich die Augen stärker hervor, am 13. und 14. Tag öffneten sich allmählich die Äuglein.


Die Bewegungen wurden am Ende der zweiten Woche raumgreifender und zwar versuchten die Kleinen schon auf die Beine zu kommen und zu gehen, wenn auch noch sehr wackelig und tollpatschig. Unsere Erstgeborene versuchte sich auch schon mit den Vorderbeinen zum Sitzen hoch zu stützen.
Fortsetzung folgt...

In der dritten Woche machten unsere Welpis viele neue Erfahrungen:
Am Anfang lernten sie das erste Mal eine unangenehme Geschmackswahrnehmung kennen,
nämlich die Wurmkur aus der Spritze.
Nicht alles davon blieb dort, wo es hingehört (im Maul der Welpen)!

Ansonsten entwickelten sich die Kleinen zu richtigen Hündchen, die jetzt sehen und hören können und auf Geräusche, wie Zeitung rascheln reagieren, z.T. sogar schon damit, dass dort der kleine See gemacht wird. Wir konnten mit Freude feststellen, dass die Welpen den Blick in ihre Äuglein jetzt erwidern.

Mama Aylana hat so viel Milch im Gesäuge, das beim Spaziergang ein leises Gluckern zu hören war, und so wiegen die Lütten schon zwischen 1550g und 1860g.

Ab dem letzten Wochenende gab es die ersten Ausflüge in das unbekannte Freigelände. Nach anfänglichem Gequieke wurde der Waldboden und das Gras neugierig beschnüffelt. Ein Mädchen tapste auf die Rollstuhlfußstütze meiner Mutter.


Die Kleinen merkten, dass die Milch in frischer Luft besonders gut schmeckte, und sie schliefen nach dem Säugen ein, bevor es nach einer Stunde zurück in die bekannte Wurfkiste ging.


Heute, am 1.September, sind die sieben Zwerge drei Wochen alt und haben jetzt die Möglichkeit, sich aus der Wurfkiste in den erweiterten Auslauf zu bewegen. Eine ganze Veranda gehört ihnen und Aylana, und der Ziehvater Björn bewacht sie dort.


Die 4.Woche bedeutete für Aylanas Welpis die Erweiterung ihres Horizontes durch die Vergrößerung ihres "Wohn-u.Schlafbereiches". Der "erweiterte Auslauf" wurde geschaffen, so dass den Welpen ab jetzt die gesamte Veranda zur Verfügung stand.

Auch draußen wurden neue Erfahrungen gemacht, im kleinen Auslaufgehege und auf der Terrasse. Die Kleinen standen schon ganz gut auf den Beinchen und freuten sich ihrer neuen Bewegungsmöglichkeit, dem Laufen. Wenn auch noch tollpatschig, hoppelten Sie hin und her, rutschten aus, und wo sie dann lagen, schliefen sie sofort wieder ein. Sie nahmen viel mehr Kontakt untereinander auf als vorher. Man leckte sich gegenseitig sauber, bepfötelte sich, es fanden kleine "Ringkämpfe" statt, wobei der eine über dem anderen lag und "bedrohlich" knurrte. Auch ein Bellen konnte man aus manchen Tönen erahnen.



Um Aylana etwas beim Säugen zu entlasten, fingen wir an, einmal am Tag zuzufüttern. Der Welpenmilch-Flocken-Hüttenkäse-Brei schmeckte den Welpis genau so gut wie Aylana und so ergab diese Fütterung ein Schauspiel der besonderen Art: "Sieben Zwerge" standen sternförmig um eine Schale herum und schlabberten den Brei, wobei sie sich mächtig vollschmierten.

Aylana versuchte sich auch noch dazwischen zu mogeln, was wir ihr verwehrten. Sie wendete also einen Trick an, um an den Brei zu kommen: sie leckte ganz eifrig die Kleinen sauber, stand dabei aber mit in der Runde und so fiel es überhaupt nicht auf, dass sie aus der Schale schleckte, dachte sie.....!!!

In dieser Woche lernten unsere Welpen etliche neue Menschen kennen; das bedeutete für einige von ihnen, ihre neuen Besitzer zum ersten Mal zu treffen. Wenn Besucher kamen, war ihre Begeisterung über die putzigen Zwerge groß.

Es ging auf dem Abenteuerspielplatz schon ganz schön hoch her: Auf der Wippe probierte man erste Gleichgewichtsübungen und schlief dann allerdings auf oder neben ihr ein, wobei sich herausstellte, dass immer dieselben Welpis oben drauf lagen und andere daneben.



Eine Besonderheit unserer Erstgeborenen ist, dass sie sich gelegentlich absondert. Im Freien hat sie sich eine Grube im Moos gegraben, in der sie sich, den Kopf voran, einnistete, so dass man nur noch ihren Rücken sah, der in einer Höhe mit der Erdoberfläche lag. Das ist eine tolle Tarnung. Immer mal wieder müssen wir sie suchen und finden sie in ihrem Versteck, sie nimmt sich dort ihre Auszeiten von der übrigen Zwergenbande,um dann mit neuem Elan alle aufzumischen.

Unsere kleinste falbenfarbene Hündin entwickelte sich zu einer richtigen "Koboldine", die alle aufmischte und dabei grollend knurrte. Es gab schon heftige Gefechte, es wurde in die Ohren gezwickt, daran gezogen und in den Nacken gebissen. Auch lernten die Kleinen schon verschiedene " Gaumenfreuden eines Hundes" kennen wie Hühnchenfleisch und auch eingeweichtes Trockenfutter.




Jetzt ist es soweit: Alle sieben Zwerge haben ihre Namen und sind den zukünftigen Besitzern zugeordnet:
Alexia
Unsere Erstgeborene heißt Alexia und wird im Schwarzwald zuhause sein. Sie ist sehr aufgeweckt und lebendig auf der einen Seite, braucht aber auch ihre Auszeit, die sie gerne abgesondert verbringt, wie bereits im vorigen Bericht beschrieben. Sie ist unser kleiner " besonderer Wolf ", der das Rudel auch gerne mal verläßt.
Aileen
Die Zweitgeborene wird ab jetzt Aileen heißen. Sie lebt zukünftig am Ammersee, aber zeitweilig, und das ist das Tolle für uns und Aylana, wird sie auch in unserem Nachbarort, in der Zweitwohnung ihrer Besitzer, anzutreffen sein. Aileen ist von Anfang an sehr lebhaft und quirlig. Fast alles probiert sie als Erste aus und geht immer voran.
Ascan
Unser bäriger Rüde heißt Ascan. Er ist ganz schön selbstsicher und mutig. Er marschierte als Erster ohne jegliche Hemmungen durch den Tunnel auf dem Abenteuerspielplatz. Manchmal präsentiert er sich auch ziemlich widerspenstig. Er braucht eine feste Hand. Diese wird er sicherlich bei seiner neuen Familie im hessischen Alsfeld bekommen, die sich richtig in ihn verliebt hat.
Anouschka
Als nächstes sehen wir den kleinen Wonneproppen Anouschka. Sie bleibt bei uns in Jesteburg. Anouschka wird mit Mutter Aylana und Ziehvater Björn zusammen leben, und deshalb muß sie sowohl ruhig und gelassen sein, um nicht zu viel zu provozieren, aber darf sich auch nicht alles gefallen lassen. Wir glauben in ihr diese Eigenschaften entdeckt zu haben.
Aluna
Die schönsten Augen hat die etwas zierlichere Aluna. Sie stellt jetzt schon beide Ohren auf und ist eine vorsichtige, aber auch zu jedem Getobe bereite Hündin, die man einfach lieb haben muß. Aluna wird zukünftig in Schleswig-Holstein, in der Nähe von Bad Segeberg leben.
Adango
Wie ein Zwillingsbruder von Aluna wirkt unser zweiter Rüde, Adango, zumindest äußerlich. Er ist aber ein richtiger Draufgänger und kämpft mit Askan und seinen Schwestern schon ganz heftig. Mit Aluna liegt er oft eng zusammen. Adango bleibt zu unserer großen Freude ganz in unserer Nähe, in Holm-Seppensen, und wird in die großen Fußstapfen von Ajus vom Ostedeich treten.
Aika
Last, but not least, kommen wir nun zu Aika. Sie ist unsere kleine "Koboldine". Mit größter Begeisterung hat sich ihr zukünftiges Besitzerehepaar für die kleine süße Dame" interessiert. Aika ist gewitzt und sehr lebendig, kann sich aber auch sehr gut in den Arm kuscheln, wie ein richtiges kleines Plüschtier. Sie wird auch eine weite Reise antreten, und zwar ins Allgäu.


Unsere sieben Zwerge sind am Ende der siebten Woche schon zwischen 4700 u. 5100g schwer, sie haben gut von der Zufütterung profitiert. Aylana steht auch immer noch stramm und läßt das Ziehen und Zerren der Kleinen an ihren Zitzen über sich ergehen, sie würgte ihnen in dieser Woche das erste Mal ihre Quarkmahlzeit vor, so bekamen die Kleinen bzw. schon ganz schön Großen, einiges angeboten.

Ihre Spiele fielen immer heftiger aus und es wurde wenig Rücksicht genommen im Umgang miteinander. Die Zäune unserer Absperrung im Garten dienten als Beschäftigungsobjekte um darunter durch zu schlüpfen oder darüber weg zu klettern. Wir hatten ganz schön viel zu tun, die Zwerge im Freien immer wieder einzufangen.







Unser alter Rüde Björn übernahm einerseits schon die Vaterrolle, in dem er knurrte, wenn ein Frechling zu vorwitzig war, anderseits ging er aber auch stiften vor ihnen und ihrer Aufdringlichkeit ( wie z.B. ziehen am Schwanz).
Aylana erholt sich schon allmählich von den strapaziösen ersten Säugewochen. Sie ist ruhiger geworden und läßt Besucher schon eher zu den Welpen, ist aber stets auf der Hut und sehr aufmerksam.


Eine traurige und gleichzeitig schicksalhaft glückliche Veränderung gab es noch im Bezug auf unsere Alexia. Sie wird nun wegen persönlicher Gründe der für sie ausersehenen Besitzerin doch nicht in den Schwarzwald ziehen. Dafür wird sie zukünftig nach Schleswig - Holstein, in der Nähe von Izehoe, zu Hause sein und den Namen behalten; der Kontakt in den Schwarzwald wird sicher erhalten bleiben, so daß ihre Entwicklung auch dort verfolgt werden kann.

In der 8.Woche gab es für die Welpis kein Halten mehr. Sie stürmten die Zäune innerhalb unseres Grundstücks, wühlten sich drunter durch oder purzelten drüber weg. Es galt ständig neue Befestigungen anzubringen.



Wir boten ihnen die Möglichkeit ihren Horizont zu erweitern, in dem wir mit ihnen eine kleine Autofahrt inklusive Spaziergang unternahmen. Nach großer Aufregung am Anfang, liefen alle schon erstaunlich gut an der Leine, bis auf einige Versuche, sich aus dem Geschirr zu befreien.



Die Rückfahrt verlief ganz ruhig. Die Unternehmung gelang aber sicher nur so gut, da wir von einer befreundeten Familie mit zwei älteren Kindern unterstützt wurden; alle hatten viel Spaß mit den knuffigen Bärchen.


Zum Abschluss unserer Welpenaufzuchtzeit überstürzten sich die Ereignisse im Zwinger vom Bossardpfad. Als Erstes wurden die "sieben Zwerge" am Montag geimpft und gechipt. Herr Dr. Jaworek kam, wie auch schon ein paar Mal zuvor, zu uns in den Garten, und alle Bärchen vertrauten sich ihm mehr oder weniger tapfer an. Dann das große Ereignis: Am Dienstag kamen Frau Marahrens und Herr Krukenberg junior zur Wurfabnahme und brachten Frau Stuhr mit, die auch gerne noch einmal sehen wollte wie sich die Zwerge in den vergangenen sieben Wochen entwickelt hatten.



Bei schönem Wetter konnten wir den ganzen Nachmittag draußen sein, und alle Welpen wurden begutachtet und für ok. befunden. Am Ende des Nachmittags tobten alle nochmal eine Runde auf dem Waldspielplatz.
Dann kam die Zeit des Abschiednehmens für uns: Am Donnerstag ging es schon los: Aluna wurde von ihrer neuen Familie abgeholt. Es tat weh, besonders für Aylana, da Aluna die zarteste und sensibelste Hündin war, die am meisten liebevoll bemuttert worden war. Aber das Leben ging weiter. Die restlichen sechs Welpis sorgten für genug Ablenkung. Als dann am Wochenende einer nach dem anderen abgeholt wurde, merkte Aylana, glaube ich, dass es so richtig war, und dass sie auch wieder mehr im Mittelpunkt stehen wollte. Sie knurrte heftig beim Säugen der übrig gebliebenen Welpen und fletschte die Zähne. Sie räkelte sich im Gras auf dem Rücken, wie sie es die ganzen Wochen nicht mehr getan hatte. Am Dienstag verließ uns dann die letzte Hündin; die kleine Aika flog mit Herrchen von Hamburg nach München und kam abends wohlbehalten im Allgäu an. Inzwischen sind Aylana und Anouschka, die bei uns blieb, und Björn eine "kleine glückliche Familie". Mama Aylana hat viel zu tun mit der Züchtigung der Tochter und Björn akzeptiert sie, wenn sie sich ihm nicht zu weit annähert. Er überlässt Aylana die Erziehung.



Für uns war die Zeit schön, spannend, lehrreich und anstrengend zu gleich, und wir möchten sie auf gar keinen
Fall missen. Bis wir Meldungen vom Befinden der kleinen Bossarde in ihren neuen Rudeln bekommen, verabschieden wir uns erst einmal.
Familie Behncke mit Aylana, Anouschka und Björn
