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Aktuelle Würfe in der ZG
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A Wurf vom Klingenbach (05. Oktober 2008)
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Frederic vom Dänenstift (* 11.05.2001) |
Wurftelegramm Amber Luna war schneller als der Internationale Zwingerschutz und so firmiert ihr A-Wurf erst einmal unter ihrem Vornamen. Am 05.10.2008 kamen in Schwäbisch Hall 1 Rüde und 4 Hündinnen zur Welt, eine perfekte Verteilung der Geschlechter, zumindest für die Zuchtleitung, mal sehen, was der kleine Mann in der Frauen WG so erlebt... |
Amber Luna von der Wettloopsheide (* 15.08.2005) |
Pünktlich am 63.Tag - dem 5.Oktober 2008 - kamen Lunas Welpen zur Welt. Innerhalb der Zeit von 11.35 - 14.40 Uhr warf sie 4 Hündinnen und 1 Rüden. Geburtsgewichte zwischen 336 und 423g.

Als Züchter-Neuling bereitet man sich selbstverständlich theoretisch bestens auf das große Ereignis vor. Luna jedoch hatte ihre eigenen Regeln: Wiederanstieg der Temperatur nach Absinken? Fehlanzeige! "Untrügliches Zeichen: Kurz vor der Geburt verweigert die Hündin das Fressen" - Wer sagt denn so was? Eine halbe Stunde vorher fraß Luna noch mit großem Appetit. Es hat weder ihr noch den Welpen geschadet. Die waren allesamt von der ersten Minute an quicklebendig, wussten wo die Quelle zu suchen ist und Luna zeigte sich als perfekte Mutter.

Schon nach vier Tagen bekamen wir Besuch von Frau Aach zur Erstbesichtigung unserer kunterbunten Welpenschar. Luna ließ die Prozedur mit großer Gelassenheit zu. Die vielen Leckerlis nahm sie gerne an. Ende der ersten Woche haben alle unsere Kleinen ihr Geburtsgewicht verdoppelt.

Der A-Wurf im Zwinger von der Limpurg (hoffentlich wird der Name so genehmigt!) ließ sage und schreibe 15 Jahre auf sich warten. Die erste Hündin der Familie machte zwar einige (5) Deckreisen, aber leider ließ sie sich nur einmal decken, als sie schon fast 5 Jahre alt war und dabei blieb sie dann leer. 14 Jahre wurde diese eigenwillige Dame alt und war heiß geliebt in ihrer Familie.
Die zweite Hündin Luna verhielt sich völlig anders: Gleich die erste Gelegenheit nutzte sie um ihren Besitzern einen schönen Wurf zu bescheren. 1 Rüde und 4 Hündinnen, 5 Sonntagskinder, sorgen für Mamas Beschäftigung und zugleich für viel Staunen und Zuneigung beim Züchter.

Den Wurf besichtigte ich im Alter von gerade mal 4 Tagen, alle Welpen präsentierten sich gesund, vital und gut genährt. Den Kontakt mit Menschenhänden waren sie gut gewohnt, wenngleich es nicht alle Hundekinder so toll fanden von Mama weggenommen zu werden. Luna zeigte sich als sichere souveräne Hündin, die den Zuchtwart zuerst einmal in die Schranken wies, nach kurzer Zeit aber vertrauensvoll die Betrachtung ihrer Welpen zuließ (Allerdings hatte ich den Eindruck, dass sie genau mitzählt, ob alle Welpen wieder bei ihr abgegeben werden).

Die Erstbesichtigung eines gesunden Wurfes ist für mich immer wieder ein staunenswertes Erlebnis, es ist wie ein „I-Tüpfelchen“ im Dasein eines Zuchtwartes. Luna und ihren Kindern wünsche ich eine gute Entwicklung beim Züchter und dann nette, kompetente Welpenkäufer, die dieses neue Leben lebenslang zu schätzen wissen.
g.aach


Unsere Tierärztin, die ich einlud einfach mal zum Vergnügen vorbei zu schauen - die ganze Praxis hatte gespannt auf den Wurf gewartet - ließ es sich nicht nehmen, bei allen Fünfen das Herz abzuhorchen und den Rachen zu inspizieren. Mit dem Ergebnis war sie hochzufrieden.

Es ist schon ein Wunder, wie rasant die Entwicklung der Winzlinge voranschreitet. Die Lautäußerungen werden täglich variabler. Die Ohren öffneten sich bei allen um den 12.Tag herum. Sie setzten zunehmend ihre Hinterbeine ein, um schneller an den beliebtesten Ort bei der Mutter zu kommen. Sie reagieren auf Berührung und Stimme. Die unterschiedlichen Farbschattierungen zeichnen sich von Tag zu Tag deutlicher ab.

Drei unserer Mädchen öffneten am 15. Tag die Augen, das zweitgeborene und größte zwei Tage später. Hingegen ließ sich unser Rüde bis zum 19.Tag damit Zeit. Statt dessen glänzte er damit als Erster zu knurren und zu bellen. Die Zähnchen beginnen durchzubrechen.

Inzwischen gibt es auch viel zu erleben. Besucher kommen, sie werden beschnuppert, es darf gestreichelt werden. Guten Freunden gegenüber reagiert Luna sehr vertrauensvoll, sie lässt sie mit ihren Jungen sogar allein. Bei weniger vertrauten Personen legt sie sich sicherheitshalber zu ihren Welpen in die Kiste. Ab dem 19.Tag erweiterten wir die Wurfkiste. Es wird ein toller Sport - wer klettert am schnellsten heraus? Da kann es schon mal passieren, dass man mitten in einem "Ausbruch"-Versuch einschläft!

Was für eine Entdeckung: Man kann auf allen Vieren gehen, ohne dass der schwere Po nach unten zieht. Sitzen, sich kratzen, sich zusammenrollen wie die Großen. Geschwister haben macht Spaß - man kann sie beissen, ablecken, umwerfen und vieles mehr. Das Leben wird sichtlich zum Abenteuer.



Es ist erstaunlich, wie sich die unterschiedlichen Charaktere der Winzlinge von Tag zu Tag mehr herauskristallisieren. Die erstgeborene und kleinste Alida-Saphira mit ihrem treuherzigen Gesicht darf man nicht unterschätzen. Sie weiß sich sehr wohl gegen ihre Geschwister zu behaupten.

Die Zweite - Arda, das Schwergewicht der Truppe, ist die Pionierin. Sie ist die Erste beim Ausprobieren und Entdecken. Assita spielt manchmal ein bisschen die Extrawurst - typisch schwarzmarkenfarben. Arbas hat mit seinen Schwestern viel Geduld und hält Einiges aus. Wenn es ihm aber zu bunt wird, weist er sie schon mal männlich-markig in Schranken. Und Amy hat von allen ein bisschen was. Kurz: sie sind allesamt zum Knuddeln!


Dass das Leben nicht nur aus Milch und Honig besteht, mussten die Kleinen beim Entwurmen erfahren, es schmeckt einfach zum Schütteln eklig! Die ersten beiden Besuche der zukünftigen Familien von Alida-Saphira und Amy waren da und haben ihre Kleinen gleich ins Herz geschlossen. Schließlich gab es in dieser Woche den ersten Ausflug in den Garten, nachdem sich das schlechte Wetter endlich gebessert hatte. Ein unbekanntes Terrain - neuer Unternehmungsgeist - danach ganz viel Schlaf und lebhafte Träume.


Gleich zu Beginn der fünften Woche fand die erste Fahrt mit dem Auto statt. Ausflugsziel war eine grüne Wiese. Zwei Begleitpersonen versuchten die muntere Gesellschaft in der Kiste zu halten, indes ihre Mama ganz entspannt auf dem Beifahrersitz die Fahrt genoss. Die Kleinen fanden es sehr aufregend, Assita musste dabei ein bisschen jammern. Fünf Minihunde auf einer großen Wiese: allein schon der Gülleduft, der vom Nachbargrundstück herüberwehte, war schon Verheissung, dann Picknick im Freien bei Mama und erste Versuche Löcher zu graben! Die Rückfahrt verlief reibungslos. Alle schliefen tief und fest. Bei der kleinen Alida-Saphira setzte sich das Erlebte in einem wilden Traum um - sie schlief zu Hause mit offenen Augen und bellte voller Erregung im Schlaf.

In dieser Woche schafften sie es auch erstmals an der stehenden Mutter zu trinken. Sie sind nun groß genug, um an die Zitzen zu gelangen.

Neu ist auch, dass Luna ihre Kinder zum Spielen auffordert. Das Wiegen wird mehr und mehr zum Ereignis - am liebsten ist "kollektives"Wiegen angesagt, möglichst alle auf einmal.








Inzwischen haben die Welpen ihr Gewicht mehr als verzehnfacht, wobei Alida-Saphira nach wie vor die Zierlichste ist. Amy dagegen hat ihre Schwester Arda überholt.


Der Auslauf im Haus wurde nun auf Flur und Wohnzimmer ausgedehnt, wo es viel zu entdecken gibt. Vor allem kann man zwischendurch einen rasanten Spurt hinlegen und mit Tempo um die Ecken flitzen.


Die Kleinen bekommen nun schon drei feste Mahlzeiten und trotzdem würgt Luna immer wieder Nahrungsbrei hervor. Sie lässt es sich nicht nehmen zweimal während der Nacht zu säugen. Man sieht ihren Kindern an, dass sie nicht darben müssen.


Eines haben wir inzwischen gelernt: 6-7 Wochen alte Welpen lassen sich durch nichts und niemanden von einem Vorhaben abhalten. Wir waren ganz stolz auf die schützende Konstruktion um unsere Riesenpflanze in Hydrokultur, eine sehr alte Monstera mit vielen Luftwurzeln. Unsere forsche Arda saß eines Vormittags mitten im Kübel und fand Tonkügelchen, Blätter und Luftwurzeln höchst schmackhaft. Die Geschwister versuchten natürlich ihrem Beispiel zu folgen. Fazit: Es mussten zum weiteren Schutz viele große Tücher herhalten und die Pflanze wurde zur absoluten Tabuzone erklärt mit striktem "Nein" und dem Einsatz der Klapperdose.


Am letzten Tag der 7.Woche besuchte uns die Tierärztin. Sie kam zum Impfen und wegen der Chips. Von der Entwicklung der Kleinen war sie sehr angetan, sie machte Luna ein großes Kompliment. Diese verfolgte mit Argusaugen, was mit ihren Jungen geschah. Übrigens stellen Assita und Arbas seit dem 43.Tag die Ohren!


Der zweite Tag der achten Woche brachte eine Sensation. Es lag Schnee! Wenigstens so viel, dass man ausprobieren konnte, wie er sich anfühlt, wie er schmeckt und wie wundervoll man darin balgen konnte.

Was das Balgen anbelangt - es kommt jetzt mitunter zu so heftigen Kämpfchen, dass man eingreifen muss. Unsere kleine, anschmiegsame Saphira schreckt nach einer solchen Attacke keineswegs vor einer Revanche zurück. Luna scheint sichtlich erleichtert zu sein, wenn einer ihrer Menschen die Streithähne trennt. Sie kümmert sich dann sofort um das Opfer. Es ist interessant ihre Erziehungsmaßnahmen zu beobachten, wobei es manchmal schwer fällt, nicht einzugreifen. Assitas Schreie können herzzerreissend sein. Gerade das scheint die Mutter ihr austreiben zu wollen. Sie lässt erst von ihr ab, wenn die Kleine wütend wird und zurückbellt. Anschließend wird sie von oben bis unten abgeleckt.


Spiele mit ihren Kindern machen Luna zunehmend Spaß. Immer wieder geht die wilde Jagd der ganzen Meute mit Getöse durch die Räume. Leider lässt das schlechte Wetter nicht zu, sie jeden Tag nach draussen zu lassen. Nach der Jagd ist eine ausgiebige Schmusestunde angesagt. Leckerbissen, die ihr zugedacht waren, bietet Luna ihren Kindern an und hin und wider immer noch Nahrungsbrei. Wenigstens ein- oder zweimal am Tag wird die Milchbar für kurze Zeit geöffnet.


Eine zweite Autofahrt finden die Kleinen augesprochen spannend. Sie sind neugierig auf alles. Einzig Arbas liegt seelenruhig auf seinem Platz. Die wenigen Stunden die sie im Garten verbringen können gestalten sich immer schwieriger. Sie finden neue Tricks um meine Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen. Der Maschenzaun ist kein allzu großes Hindernis mehr, zumal die Mama es ihnen vormacht. Da bei unserer Steilhanglage überall Treppen sind, können wir die Rasselbande keine Minute unbeaufsichtigt draussen lassen - und das bei nicht gerade sommerlichen Temperaturen. Es sei denn man kommt mit einem Eurasierfell auf die Welt.


Ihre Zeit bei uns neigt sich dem Ende zu. Die zukünftigen Familien zählen schon die Tage und uns wird es schon ein wenig schwer ums Herz. Wenige Tage nach der Endabnahme durch Herrn Müller, der sich sehr zufrieden zeigte, wurde als erste Saphira von Familie Krause aus Ingolstadt abgeholt. Dann holte Familie Späth aus Wernau ihre Amy, Frau Weidenmüller mit Tochter, aus Grafschaft, Arbas und am letzten Tag entschwanden Assita mit Familie Meyer nach Berglen und Arda mit Familie Renner nach Bingen am Rhein. Was uns bleibt ist die Erinnerung an ein ausgesprochen beglückendes Erlebnis, an fünf kleine Hundepersönlichkkeiten:
Die anschmiegsame, zierliche Saphira mit ihrem mutigen Herzen; die Pionierin Arda, die alles als Erste erkundete; Assita, die Flinke, die es öfter erst mal mit Jammern versuchte; Arbas der Gelassene, der mit Sympathiebeweisen nicht geizte und schließlich Amy, die Ausgeglichene,die manchmal so stürmisch sein konnte. Was auch bleibt ist das Wissen, dass alle fünf ihre richtige Familie gefunden haben, ihnen viel Freude bereiten und keiner sich mehr vorstellen kann, wie es ohne Eurasier war.
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| Alida Saphira | Arda | Assita | Arbas | Amy |
Ende