| Eurasier - Rassehund - ein klasse! Hund |
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(Auszug aus den Eurasier-Nachrichten 3/2000 von Marion & Helmut Urban)
Frau Maike Ley, Nordheimstr. 2, 27476 Cuxhaven
Tel: 04721 - 714559, Email: welpenvermittlung.zg@eurasier-online.de
Im Herbst 1997 haben wir uns mit dem Thema „einen Hund für Urban´s in Westerloy“ beschäftigt. Nicht nur bei unseren Kindern bestand der Wunsch nach einem Hund. Grundsätzlich haben wir zunächst versucht, die Antwort auf die Frage „sind wir dafür geeignet sind, mit einem Hund zu leben" zu finden. Die nächste Frage, die sich uns stellte, war die Auswahl der Rasse. Wir haben in Knaurs großem Hundebuch von U. Klever viel gelesen, hierbei hauptsächlich auf Wesensart und Aussehen geachtet. Wichtig war z.B. für uns, daß der Hund familienfreundlich und lieb zu Kindern ist. Dabei kamen wir dann unter anderem auch auf den Rassehund Eurasier. Es folgten Anfragen beim EKW und der ZG. Die Entscheidung für die Rasse war damit eigentlich schon getroffen. Wir haben dann nach Antwortschreiben der Vereine auch schon den Fragebogen des EKW ausgefüllt, bevor wir den Fragebogen abschickten, bekamen wir dann aber noch einen sehr netten (handgeschriebenen) Brief von Frau Stuhr. Nach einem langen Telefonat mit Frau Stuhr an einem Sonntagmorgen haben wir dann den Fragenkatalog der ZG Eurasier ausgefüllt und an Frau Stuhr versandt (Dezember 1997).
Eine bange Frage stellte sich uns immer noch: Wird der Welpe mit unserer sehr lieben Katze Pito Freundschaft schließen? Ansonsten hätten wir wahrscheinlich ein Riesenproblem.
Im März 1998 bekamen wir dann einen Anruf von Frau Stuhr: Welpen in Aussicht! Ende März wurde alles konkreter, erneuter Anruf, in Bremervörde bei van Stiephauts sind 6 Welpen geboren, 1 Weibchen mit 5 Brüdern. Der Vater ist Fani von den Sander Tannen, die Mutter Gela vom Köstersberg, es ist ein B-Wurf, die Möglichkeit zur Namensgebung besteht vielleicht noch, da sollten wir mit dem Züchter sprechen. In einem Telefongespräch mit Herrn van Stiephaut Ende März haben wir dann über Namen gesprochen, Stiephaut´s hatten den Namen Birte ausgesucht, da es aber noch keine „Taufe“ gegeben hatte, wurde auf Bakira (vom Vördersee) umdisponiert. Die 4 Wochen alten Welpen haben wir dann an einem Sonntagnachmittag in Bremervörde angesehen. Wenn man dann die kleinen Teddys sieht, sind natürlich alle so begeistert, wie man es in Worte gar nicht fassen kann. Der stolze Züchter hat uns an dem Nachmittag noch viel erzählt, viele Bilder gezeigt und versucht, uns mit der ziemlich „bedrohlich“ wirkenden Mutter (sehr verständlich!) der Welpen bekannt zu machen, was allerdings mißlang..... Gela war einfach zu sehr um das Wohl ihrer Kleinen bemüht, als dass sie sich mit irgendwelchen Fremden bekannt machen ließ.
Weitere 4 Wochen später, am 21. Mai 1998, konnten wir Bakira abholen. Für uns war es natürlich eine große Freude, die Züchterfamilie war sehr traurig! Die ca. 1,5 Stunden Autofahrt von Bremervörde nach Westerloy einschl. Fährfahrt über die Weser hat unsere! Bakira sehr gut überstanden. Bei uns im Garten war sie dann der Star schlechthin. Familie Fischer kam mit Ayscha (Golden Retriever), um den Familienzuwachs zu begutachten. Bakira und Ayscha haben sich gleich gut verstanden. Und die ersten „Berührungen“ mit unserer Katze Pito waren auch unkompliziert. Die „Strapazen“ des ersten Tages hat Bakira ohne große Irritationen gut überstanden. Denn es war dann erstmal Schlafen angesagt! |
| Und dann kam alles ähnlich wie in dem kleinen Heftchen „Wissenswertes rund um die Welpenaufzucht“ beschrieben. Die erste Nacht war problemlos, auch die weiteren Nächte schlief Bakira an meinem Bett. Ich bin nachts und morgens früh mit ihr nach draußen gegangen. Sie war sogar, wie von Frau Stuhr prophezeit, schon „stubenrein“! Dann hat sich Bakira auch andere Schlafplätze im Haus gesucht. Bakira kann sich im ganzen Haus frei bewegen, es gibt keine verbotenen Zonen. Tagsüber kam nach kurzen Spielphasen und Herumtollen immer wieder die lange Schlaf- und Ruhepause. |
Im August 1998 haben wir den ersten Urlaub mit Bakira (4 Monate alt) gewagt. Wir mußten es einfach probieren, um dann auch unseren gewünschten Winterurlaub mit Hund in Planung zu nehmen. Es war ganz und gar problemlos. Die Autofahrt hat Bakira nichts ausgemacht. Im Gästehaus Strasser im Urlaubsort Riezlern im Kleinwalsertal hat sich Bakira auch prima eingeführt. Auch hier – keine Schwierigkeiten, im Gegenteil, alle waren natürlich begeistert von diesem kleinen Teddy! Nach den für unseren Vierbeiner angemessenen Wanderungen lag dieser dann in der Ferienwohnung sowieso „platt“. Auch an der Leine in der Fußgängerzone von Oberstdorf lief Bakira prima, auf eine Frage eines Kurgastes, ob der kleine Eurasier denn auch schon zurückhaltend auf Fremde reagiert, schaltete Bakira nach versuchter Annäherung schon den Rückwärtsgang ein.
Am 09. Oktober hatten wir die erste „Probestunde“ in der Hundeschule. Da gab es dann vom Tierpfleger Andre Schubert viele Informationen im ersten Gespräch. In dieser Zeit hat er Bakira beobachtet, für sie war es eine lockere erste Stunde. In der zweiten Stunde wurde es dann ernst, Bakira zeigte ihren Dickkopf, sträubte sich tüchtig an der langen Leine, was dann nach und nach besser wurde. In den weiteren Stunden ging es dann weiter mit der Führleine. Es kommen die ersten Versuche bezüglich der Aufforderung „bei Fuß“, üben der Kommandos „komm“ und „hier“. Und zwischendurch Zuhause immer wieder üben, da reichen dann am Tag 10 – 15 Minuten. In der dritten Stunde gab es dann den ersten Spaziergang, die Kommandos „Bei Fuß“, „Sitz“ an der Leine haben wir probiert, dann sollten wir Bakira von der Leine lassen, und auf den Ruf „hier“ kam sie dann auch wirklich. Das Wichtigste dann immer – viel Lob!
Das klappte alles prima - nicht immer – aber tatsächlich immer öfter. Bei den Spaziergängen lief Bakira prima mit, hörte immer mehr auf die Kommandos, das schwierigste ist das Kommando „Platz“ – da widerstrebt sie sich heute noch immer ein bißchen. „Platz und bleib“ ist noch schwieriger, da mußte ich dann schon bei gemeinschaftlichen Stunden in der Hundeschule bis zu 20 x zu Bakira laufen und sie wieder in Position bringen. Geduld, Geduld!
Diese Zeit in der Hundschule mit 7 Einzelstunden hat viel für Bakira gebracht – für uns noch viel mehr! Denn was wir in der Zeit über richtiges, konsequentes Verhalten mit unserem Vierbeiner vom Tierpfleger alles gelernt haben, war schon sehr wichtig. Daher gehen wir von Zeit zu Zeit immer mal wieder in die Hundeschule, um in der Gruppe (ca. 10 – 15 Hunde) alles Gelernte wieder aufzufrischen.
Von Montag bis Freitag ist Bakira ein Langschläfer, sie steht erst dann auf, wenn wir frühstücken. Dann geht sie kurz nach draußen, inspiziert das Grundstück, kommt an die Tür und geht von hier aus schnurstracks in den Flur, legt sich wieder in ihren Korb und schläft weiter. Aber am Wochenende, wenn alles gerne ein bißchen länger schläft, steht Bakira um 6:15h vor meinem Bett, stupst mich an, läßt sich kurz streicheln und fordert dann den ersten Spaziergang. Dann habe ich keine Chance mehr, wenn ich nicht aufstehe, weckt sie alle im Haus. Wir machen dann einen schönen Spaziergang durch unser Dorf, sobald wir von der Straße weg sind, kann Bakira frei laufen. Ich kann mich auch auf sie verlassen, beim Pfiff kommt sie sofort zu mir zurück. Wenn wir dann wieder Zuhause sind, wird unsere Katze ins Haus gelassen, die Fütterung der Tiere ist angesagt – Bakira versteht sich gut mit unserer Katze. Anschließend geht’s dann zum Bäcker, Frühstücksbrötchen holen, Bakira ist dabei – Auto fahren ist doch zu schön!
| Im Dezember 1998 sind wir zum Weihnachtsfest in den Schneeurlaub gefahren. Zusammen mit Freunden, Kindern und dem Retriever Ayscha haben wir die lange Autofahrt von ca. 9-10 Stunden wieder auf uns genommen und sind zum Skifahren ins Kleinwalsertal gefahren. Es war wieder ganz und gar problemlos. Die Autofahrt hat Bakira nichts ausgemacht. Im Gästehaus Strasser im Urlaubsort Riezlern im Kleinwalsertal hat sich Bakira auch wieder prima benommen. Wie schon im Sommer – keine Schwierigkeiten, im Gegenteil, alle waren begeistert von unserer Bakira. Der Schnee war eine neue Erfahrung, für Bakira mit dem dichten Winterfell waren auch minus 10° nicht zu kalt. Spaziergänge im Schnee, mitlaufen an kleinen Liften (wenn nicht viel los war) und das Toben mit Ayscha im Schnee war das Schönste! Am Abend lagen dann die Vierbeiner (und nicht nur die) nach den Anstrengungen des Tages echt „platt“ in der Wohnung. |
Gäste, die nicht so oft bei uns sind, werden erst einmal ordentlich angebellt, das flößt dann allen Riesenrespekt ein. Anfassen läßt sich Bakira dann auf keinen Fall. Wenn aber unsere Gäste Bakira wie von uns vorgeschlagen „links liegen lassen“, ist es gut, Bakira verzieht sich, kommt dann nach einer Weile zu uns, schnuppert bei jedem und geht wieder in ihren Korb. Da ist Bakira wahrhaftig der Eurasier wie er „im Buche steht“, zurückweisend gegenüber Fremden, für uns aber wirklich der Schmusehund.
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