Eurasier - Rassehund - Familienhund

       

 

Bericht der Zuchtleitung

Oktober 2006 - Oktober 2007

Hauptzuchtleiter: Gisela Aach

Eurasier in der Zucht
  Rüden Hündinnen
Neuankörungen: 7 9
Gekörte Eurasier insgesamt: 73 29
Bemerkungen: davon ein Teil älter als 8 Jahre, vom Züchter oft als Liebhaberstücke angesehen, da bei einem erfolgreichen Deckakt die Chancen gut stehen, dass sie ihre Vitalität vererben. Einige Rüden sind bisher ohne Wurf (neu angekört, noch nicht eingesetzt, wenige mit neg. Deckversuchen). Wir können also wieder noch „ungebrauchte“ Rüden empfehlen, was einer breiten Zuchtbasis zugute kommt. davon 21 mit Nachzucht, einige hoffentlich noch vor dem ersten Deckversuch und derzeit wohl leider keine gedeckte Hündin (Franziska scheint leer geblieben). Das bedeutet, wir haben nur eine „Reserve“ von 8 Hündinnen, die noch keinen Wurf haben und alle haben schon einen Deckversuch hinter sich. Einige ältere Hündinnen wurden aus der Zucht genommen.

 

Beschreibung des Zuchtgeschehens der letzten 12 Monate
Deckempfehlungen:
  • 18 Deckempfehlungen wurden erarbeitet und ausgestellt. Das sind insgesamt wieder 5 Deckeempfehlungen mehr als im letzen Berichtsjahr, aber immer noch weniger als in den Jahren vor 2006 üblich (20-30 Anfragen war die Regel der letzten Jahre)
  • Zusätzlich wurden Anfragen der Eurasierfreunde aus den Niederlanden, Österreich, Dänemark und der Schweiz bearbeitet. Die Ergebnisse der Deckempfehlung für einen Rüden der KZG aus 2006 wurden ebenso begutachtet wie die Nachkommen aus dem EKW-Rüde – Einsatz (Neueinkreuzungsprojekt), also die „Jährlinge“ der Würfe A-Blautopf und A-Auenwald. Wenn auch noch keine veterinärmedizinischen Ergebnisse vorliegen, so sind wir doch sehr hoffnungsvoll, dass uns diese Tiere in der Zucht wieder einen Schritt vorwärts bringen werden.
  • Insgesamt bleibt in der IFEZ weiterhin die erfreuliche Tendenz erkennbar, zur Verbreiterung der Zuchtbasis auf Rüden der befreundeten Vereine zurückzugreifen, sofern sie ins Zuchtkonzept passen. Eine gute Vorauswahl durch den Datentausch d.h. die IFEZ-Datenbank vereinfacht dies für jeden Zuchtleiter. Allerdings könnte die Zusammenarbeit sicher noch optimiert werden.
  • Es gab kleinere Unstimmigkeiten zwischen den Vorständen EKW und ZG, die einige Schreiben erforderten, aber mit der uns eigenen freundlichen Sachlichkeit wurden diese Ungereimtheiten, auch dank des beiderseitigen Willens zur weiteren guten Zusammenarbeit, schnell aufgeklärt und bereinigt.
Zeitraum: 10/2006 bis 10/2007
Anzahl Würfe: 14
Gesamtzahl Welpen: 74
tote Welpen: 2
selektierte Welpen: 0
Gesamt lebende Welpen: 72 (44R/28H)

Das ist nun hoffentlich die Trendwende in unserer Zucht, denn wie Sie alle wissen hatten wir in den beiden letzten Jahren 2 Jahre in Folge mit sehr geringer Welpenzahl – so etwas halte ich für die Zucht unserer Hunde für extrem bedenklich, da geringe Welpenzahlen einfach für die Zukunft die Hoffnungen mindern. Wir haben also in diesem Jahr wieder eine erfreuliche Anzahl an gesunden Welpen, doch muss diese Tendenz in den nächsten Jahren anhalten, damit wir wieder zu stabilen Wurfzahlen zwischen 60 und 80 Welpen je Jahr kommen. Es darf natürlich auch gerne etwas mehr sein…. In diesem Jahr haben wir auch nur 2 Totgeburten, bzw. nicht überlebende Welpen, auch das sind im Verhältnis zur Welpenzahl ca. 2,7%, damit können wir leben, das ist normal.

Manch ein Züchter macht mit seiner Hündin einen, ggf. zwei Würfe, freut sich an den Welpen und Junghunden, aber züchtet nicht weiter. Das sind für uns ein bisschen zuviel Hobby und leider zuwenig Zucht in der Eurasier-Hobbyzucht, auch wenn es im vergangenen Jahr wieder aufwärts ging – mein Dank gilt alle, die sich im abgelaufenen Jahr aktiv mit ihren Tieren an der Zucht beteiligt haben, also natürlich auch unseren Rüdenbesitzern, nicht nur den Züchtern.

Noch immer sehe ich die bereits im Vorjahr aufgezeigten folgenden Gründe für unsere Problematik mit sinkenden Wurfzahlen:

  1. Die geänderte Situation insgesamt – wachsende Hundeunfreundlichkeit unserer Gesellschaft und damit die Sorge, ob die eigenen Welpen ein gutes Zuhause finden werden.
  2. Unsichere Arbeitssituationen und damit weniger Möglichkeiten den Urlaub zur Welpenaufzucht so frei zu planen. Unsere Züchter sind sorgfältig, d.h. wenn die Bedingungen nicht stimmen, verzichten sie.
  3. Eher geringes Interesse an der Gesamtzucht der Rasse, mehr Spaß am eigenen Erleben eines Wurfes. Damit verbunden auch oftmals geringere Bereitschaft Mühen und ggf. Auflagen zur Zucht auf sich zu nehmen.

Alle am Eurasier Interessierte bitte ich eindringlich: Helfen Sie mit für unsere seriöse Zucht Werbung zu machen, gerade in den eigenen Reihen. Motivieren auch Sie Besitzer gesunder Hündinnen das „Wagnis“ der Zucht auf sich zu nehmen. Die Unterstützung durch unsere ZG und ihre Aktiven ist ziemlich optimal gemessen an anderen Rassehundezuchtverbänden.

 

Bewertung des Zuchtgeschehens und Ausblick
Seit der letzten Hauptversammlung bin ich mit dem Zuchtgeschehen wieder zufriedener. Wir hatten gesunde Welpen, einen Überhang an Rüden – nicht so gut für die Zucht, aber leider nicht ändern. D.h. diese kleinen Rüden sind nun aber auf jeden Fall verpflichtet tolle Deckrüden zu werden!

Es gibt sicher, wie ich eben schon ausführte, vielfältige Gründe für den, hoffentlich, zeitweisen Rückgang der Zucht. Unser Motto war immer und ist noch heute:

Klein aber fein, Qualität von Quantität.

Nur muss ich immer wieder sagen, dass Qualität mit zu wenig Quantität auch in die Sackgasse führen wird. Hier ist weiterhin unser Zuchtausschuss mit gefordert, Strategien zu entwickeln, die aus diesem Dilemma herausführen können. In erster Linie denke ich da weiterhin an enge Kontakte zu den Hündinnenbesitzern, aber vielleicht ergeben sich morgen im Laufe unserer Sitzung noch einmal kreative Ideen, obwohl ich auch in diesem größeren Kreis einmal erwähnen möchte, dass es sicher auch ein Verdienst unserer sehr aktiven Zuchtwarte vor Ort ist, dass die Welpenzahlen wieder gestiegen sind.
Mit Telefonaktionen und persönlichen Gesprächen wurden die Besitzer gesunder Hündinnen und Rüden auf die Möglichkeiten der ZG-Zucht aufmerksam gemacht. Die Voraussetzungen zur Zucht wurden erklärt, die Unterstützung der ZG wurde transparent gemacht.
Ein ganz herzliches Dankeschön an unsere Zuchtwarte, die kompetenten Ansprechpartner der ZG-Züchter!
Sollten Sie hier und jetzt oder aber auch später Vorschläge zu „Vergrößerung“ der Zucht haben, bitte lassen Sie es mich wissen - Sie wissen, wir haben für unsere sich engagierenden Mitglieder immer ein offenes Ohr.

Die Zuchtleitung wünscht sich also wieder einmal noch mehr erfolgreiche! zuchtfähige Hündinnen, d.h. auch Züchter, die das Abenteuer Welpenaufzucht im positiven Sinne auf sich nehmen.

Bitte helfen Sie alle weiterhin mit!

G.Aach-

Hauptzuchtleiterin  -  Oktober 2007

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