Am 3. April 2020 ist unser zweiter Vorsitzender Norbert Hein völlig unerwartet von uns gegangen. Wir verlieren in ihm einen Freund, der sich seit 2012 aktiv im Verein betätigte, der voll Ideen war und sich mit seiner trockenen, humorvollen Art immer wieder bei kontroversen Themen um Ausgleich bemühte. 

Seine Hunde waren sein Leben. Für sie tat er alles und ich erinnere mich noch sehr gut, als er sich bei uns eines Abends am Telefon meldete um nachzufragen, ob er wohl aus unserem D-Wurf einen Rüden bekommen könnte. Sein Askan war der Vater unseres D-Wurfes. Ganz bescheiden war seine Anfrage und ich wusste sofort: hier ruft jemand an, dem sein Hund alles bedeutet. Er trat nicht als Besitzer des Deckrüden auf, der sein Recht auf einen Nachkommen anmeldete, sondern als einer, dessen höchste Freude es wäre, einen Sohn seines Askan zu bekommen. Natürlich gaben wir ihm „Deejay“ und er war fortan glücklich mit den zwei Buben.

 

deejay abgabe

2014: Bei der Abholung von Deejay 

2012 hatte er die Vereinskasse als Kassenwart übernommen, in finanziell schwieriger Lage, die sich zuletzt auch durch sein sparsames Wirtschaften konsolidierte. Er stellte die Kassenverwaltung auf EDV um und legte so den Grundstein zu einer übersichtlichen Mitgliederdatenbank. 2016 gab er die Kasse an mich ab und war mir immer ein geduldiger und sehr kompetenter Ansprechpartner. Für zwei Jahre konnte er sich ganz seinen Hunden widmen und genoss diese Zeit sehr. 2018 stellten sich der erste und die zweite Vorsitzende nicht mehr zur verfügung, ich kandidierte für den 1. Vorsitz und konnte Norbert wieder für die Vereinsarbeit als zweiten Vorsitzenden gewinnen. Allerdings hatte er damals schon mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, die sich eigentlich über die ganze Wahlperiode hinzogen. So war es nicht verwunderlich, dass er sich nicht mehr länger zur Verfügung stellen wollte. Dennoch hat er sich bis zuletzt für den Verein eingesetzt und seine Meinung mit Nachdruck vertreten. Sicher hat er sich auf die Zeit gefreut, in der er, vom Vereinsamt befreit, sich ganz seinen Buben widmen konnte: Da sein Askan bereits 13 Jahre alt ist, wollte er aus dem D-Wurf vom Alten Land einen zusätzlichen Rüden übernehmen.  Jetzt ist es leider anders gekommen und er musste seine Buben und uns verlassen. 

Durch glückliche Fügung ergab es sich, dass Askan und Deejay zusammen in der Nachbarschaft in eine Familie kommen konnten, die die beiden Hunde kennen, seit Norbert sie jeweils erhalten hatte. Sie haben selbst eine 13 jährige Border Collie Hündin, die mit Askan zusammen in der Hundeschule war, so hatten sie sich kennen gelernt.  Oft gingen sie mit Norbert zusammen auf den täglichen Spaziergängen, so dass die Hunde jetzt nach dem Schock seines Todes mit nur einem ganz kleinen Ortswechsel gut aufgefangen wurden. 

Lieber Norbert, ruhe in Frieden. In Gedanken lebst Du in unserer Erinnerung weiter: Als Freund, als humorvoller, kontaktfreudiger Aktiver und als Hundefreund, dem seine Buben und die Rasse Eurasier über alles gingen.

Klaus Kellner

1. Vorsitzender ZG

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